Dienstag, 9. Juni 2009

Zeit für Wahrheit zu sorgen

EIN STAAT-ZWEI GESICHTER II
von Michael Eisenfeld

Es ist wieder an der Zeit für Wahrheit zu sorgen, um die Problematik nicht nur anzusprechen, sondern auch zu hinterfragen. Nach dem ersten Teil “Ein Staat – Zwei Gesichter” hat sich meine Sichtweise zu diesem brisanten Thema “Der Namensstreit zwischen Skopje und Athen” bestätigt. Eine Bestätigung im Sinne von “Mir wird einiges klar – es ändert sich nichts.”, denn die Provokationen in einem destabilisierenden Staat wie der EJRM, führt die, wie man es in Fachkreisen so nennt, “Antikisierung” fort und scheint nach einer Lösung zu warten anstatt nach einer zu suchen.

Im ersten Teil meines Artikels wurden die Expansionsgelüste, die polemischen Provokationen Seitens der EJRM und auch die historischen Fragestellungen durchgenommen. Der Artikel “Ein Staat – Zwei Gesichter” schaffte es sogar “Artikel der Woche” zu werden und mit über 400 Kommentaren eine Diskussion heranzubringen, die es sonst sehr selten gab. Wird dieser Artikel den gleichen Erfolg verbuchen können? Ich würde mich darüber sehr freuen, doch es ist abzuwarten, welche hitzige Diskussion uns hier diesmal erwartet, denn auch in diesem zweiten Teil mangelt es nicht an historischen, fundierten Belegen.

Die EJRM – das Zentrum des Hellenismus?

Viele Interessenten fragen sich “Sind die Slawischen Mazedonier die kulturellen Erbenträger der makedonischen Geschichte?” und versuchen einen kleinen Blick in dieses äußerst schöne Land zu werfen. Verschiedene Reiseanbieter sparen nicht mit Bildmaterial (Fotos, so wie auch Videos) um das kleine Land so attraktiv wie möglich zu gestalten, denn auch der Tourismus in diesem Staat ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Was hat das aber nun mit dem Hellenismus zu tun? Nichts, denn das hellenische und zentrale Makedonien zu Zeiten Alexanders des Großen lag nicht in der heutigen Ex-Jugoslawischen Republik, sondern in Griechenland – im Herzen Makedoniens. Wie kann es aber sein, dass die Slawischen Mazedonier sich als Erbenträger sehen, obwohl deren Vorfahren erst im 6. Jahrhundert nach Makedonien siedelten? Man versucht sich eine Geschichte/eine Identität zusammenzubasteln, denn auch die Ursprünge des “mazedonischen” Nationbuilding halten an sehr merkwürdigen Thesen fest. “Mazedonisten” wie Georgi Pulevski beispielsweise hielten an diesen sehr merkwürdigen Thesen fest, wie das Buch “Das Lehrbuch der makedonischen Sprache” von Vera Boji und Wolf Oschlies beschreibt. Ein kleiner Auszug aus dieser Broschüre:

Die “Mazedonisten” waren Autodidakten, die aus einfachsten Verhältnissen stammten; eben dadurch unterlagen sie keinen fremden Kultureinflüssen, erbauten sich ihre eigenes Geschichtsbild fernab akademischer Aussagen und erhoben die weitreichendsten Forderungen. Das traf insbesondere Georgi Pulevski (1838 - 1894) zu, die Zentralfigur dieses Kreises. Dieser ehemalige Maurer lies in seinen Schriften und Lehrbüchern die “mazedonische” Geschichte bei den Slawen Philipp und Alexander von Makedonien einsetzen, feierte die “mazedonische” Sprache als ein seit Kyrill und Method kaum verändertes Medium und forderte für die “Mazedonier” hier und jetzt nationale Freiheit und Gleichberechtigung.

Auch der größte Held der Slawischen Mazedonier, Goce Delcev, sah sich ethnisch als Bulgare, wie beispielsweise das Buch “Sprachliche Aspekte des Nationbuilding in Mazedonien” von Torsten Szobries, richtigerweise beschreibt:

[…] Auch Delcev verwendete in seinem Schriftverkehr die bulgarische Schriftsprache und betrachtete sich – im ethnischen Sinne – als Bulgaren. […]

Auch Krste Misirkov, ein Philologe und Publizist, wird in diesem Buch beschrieben. Er veröffentlichte nach dem Illinden-Aufstand ein Werk, das heute als eines der bedeutendsten Dokumente der “mazedonischen” National- und Sprachgeschichte bezeichnet wird. In seinem Werk leugnet er sogar die Anwesenheit der Serben und Bulgaren in Makedonien:

[…] In Makedonien gebe es nach Misirkov weder Bulgaren noch Serben, sondern nur “Makedonier” slawischer Herkunft und andere “makedonische” Nationalitäten. Auf den möglichen Einwand, wie es denn eine solche slawisch-makedonische Nationalität geben könne, “wenn wir, unsere Väter, Großväter und Urgroßväter sich Bulgaren genannt haben” entgegnet Misirkov, dass sie ja noch geschaffen werden könne. […]

Weiter heißt es:

[…] Der deutsche Slawist Norbert Reiter weist zu Recht darauf hin, dass es sich bei dieser Argumentation um einen irreführenden Kunstgriff handelt, bei dem Misirkov einerseits die Begriffe “Bulgarisch” und “Serbokroatisch” mit den jeweiligen Standartsprachen gleichsetzt, anderseits sie jedoch auch als sog. “natürliche Einzelsprachen” versteht. […]

Wie kann es also sein, dass die Slawischen Mazedonier sich nun nicht als ethnische Bulgaren oder Serben sehen (was sie ja früher getan haben) und alles, was mit Bulgarien oder Serbien zu tun hat, dementieren? Man könnte die Absicht des “mazedonischen” Revolutionärs Georgi Pulevski in Anspruch nehmen, denn dieser hielt sich, wie weiter oben schon festgelegt wurde, nicht an akademischen Aussagen und kreierte/erfand somit eine Geschichtsschreibung die als “falsch” einzustufen ist. Warum sich aber die Slawischen Mazedonier von den Bulgaren und Serben distanzierten? Misirkov beschrieb es eindeutig:

[…] Misirkov setzt auf den Verbleib Makedoniens im Osmanischen Reich und warnt vor einer Vereinigung mit Bulgarien, Serbien und Griechenland, da diese Länder wirtschaftlich und kulturell weiter entwickelt seien und somit nur selbst einen Vorteil aus der Vereinigung zögen […]

Es wirkt mehr als deutlich, dass sich die Geschichtsschreibungen und die Identifikationen einer “mazedonischen Nation” auf eine Geschichte berufen, die mit der Realität nicht vereinbar werden kann. Man hält sich hauptsächlich an die These Pulevskis fest, die nach einer Kontinuität sucht – die Kontinuität zwischen den Slawischen Mazedoniern und den Hellenischen Makedoniern, die logischerweise nicht existiert. Wie kann man demnach einen Anspruch auf die hellenische Epoche Makedoniens haben, wenn einst die Vorfahren Slawen waren und die heutigen Bewohner der EJRM Slawen sind? Dies beschreibt ein Artikel von der Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 16.09.2002.

44. Deutscher Historikertag in Halle:

[…] Noch weiter zurück in die Vergangenheit greift Mazedonien. Mit Griechenland hat es heftig um den Goldstern aus dem Grab im (griechischen) Vergina als Flaggensymbol gekämpft. Er wurde dort im Grab Philipps II. gefunden, des Vaters Alexanders des Großen. Beide sind von mazedonischen Pseudohistorikern enthellenisiert und zu Slawen gemacht worden. Ebenso sucht Mazedonien albanische historische Stätten und Gestalten für sich zu reklamieren: Irredenta als Geschichtspolitik. […]

Die Polemische Haltung

Im ersten Teil “Ein Staat – Zwei Gesichter” habe ich die polemischen Züge innerhalb der EJRM verdeutlichen können. Vergleiche konnten hervorgebracht werden, wie beispielsweise die Polemik der 90er Jahre und der Heutigen. Hat sich was geändert? Mitnichten! Nach dem Erscheinen des ersten Artikels häuften sich weiterhin die Provokationen Seitens der EJRM, denn die “Antikisierungsmaschine” läuft heute noch auf Hochtouren und nimmt, unveränderlich, keine Auszeit. Seit geraumer Zeit erblickte Vasko GligorijeviÄ� das Licht der medialen Welt des World Wide Webs. Ein in der EJRM lebender Serbe, der die politische Ambition der EJRM verfolgt und medial auf seiner Seite www.vardaraxios.wordpress.com festhält. Artikel verschiedener Zeitungen, Ausschnitte aus den Fernsehnachrichten, u.v.m. bietet Vasko an, die er ins Englische übersetzt und den Zugang für jeden Interessierten ermöglicht. Videoausschnitte wie beispielsweise eines, in dem ein “mazedonischer Gott” die weiße Rasse als “mazedonisch” reklamierte, u.v.m. gehört zum Inventar seines “Video-Archivs”, dass er auf Youtube präsentiert. Kamen neue Berichte oder auch Ausschnitte ans Tageslicht? Freilich! Wie folgt wurde vom Sender Kanal 5 ein Bericht ausgestrahlt, in dem der “Pseudohistoriker” Aleksandar Donski das bekannte Medium Stephan Hermann in den USA besucht, denn Hermann behauptete mit dem Geist Alexander des Großen persönlich gesprochen zu haben. Hermann berichtet davon, dass Alexander der Große sich für die Slawischen Mazedonier interessieren würde und riet den Slawischen Mazedoniern sich nicht von den Griechen unterdrücken zu lassen. Er würde wissen, so Alexander der Große, dass sie (die Slawischen Mazedonier) Makedonier seien.



Es ist zu Recht merkwürdig, dass Alexander der Große, Verbreiter des Hellenismus, ausgerechnet Partei gegen die Hellenischen Griechen ergreift. Allein dafür, dass die mediale Welt in der EJRM diesen Irrsinn als “Phänomen” beschreibt, zeugt davon, dass vielen Slawischen Mazedoniern kein Weg zu schade sein mag um eine Verwandtschaft zwischen ihnen und den Antiken Makedoniern anknüpfen zu können – wie irrsinnig dieser Weg auch sein mag. So auch die Politik in der EJRM, die vehement versucht den “Antikisierungsprozess” durchzuführen, um eben eine Antike Geschichte im Lande (neu) zu erschaffen. Die Umbenennungen von staatlichen Institutionen, Straßen, Plätzen, Autobahnen, etc. vom Slawischen ins Griechische verdeutlicht die polemische Absicht der EJRM. Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass zukünftig eine 22 Meter hohe Alexanderstatue das Hauptzentrum in Skopje schmücken soll, so die “Devnik”. Auch ein Staatsgebäude, das zugleich Staatsarchiv, archäologisches Museum und Verfassungsgericht beinhalten soll, wird in Auftrag gegeben, so die slawisch-mazedonische Zeitschrift “Globus”. Ein Auszug aus einem Blog mit der Adresse www.mkdn.wordpress.com berichtete davon:

[…] Erst Statuen von Alexander und Aristoteles, dann Umbenennungen von Flughäfen und Straßen. Und nun Gebäude im Antike-Style – wie könnte das natürlich auch anders sein? In der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien gewinnt das Wort “Antikisierung” einen neuen fanatischen und absurden Charakter. In ca. zwei Jahren soll ein Gebäude im typisch griechischen Stil fertig gebaut bereit stehen um Platz für das Staatsarchiv, das archäologische Museum und das Verfassungsgericht der EJRM zu bieten.

Folgende Zeichnung ist in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien in der Zeitschrift “Globus” erschienen (Siehe Bild)

Laut dem Architekten die typisch “antike mazedonische Architektur eines Königshauses”. – Warum wohl die Wörter “griechische Architektur” nicht fallen? Schwach, dass sich solch eine Person “Architekt” nennen darf! […]

Quelle

Selbst Nikola Gruevski, Ministerpräsident der EJRM, ehrte die Planung des Baues mit einer Rede vor einheimischer Kulisse, wie hier zu sehen ist:



Was sagen nun die rivalisierenden Parteien/Menschen oder auch Außenstehende zu diesem Antikisierungsprozess und zu dem Namensstreit? Der ehemalige Direktor und Schöpfer der Zeitung “Devnik”, Branko Geroski, der sich von der “Devnik” losgesagt hat und heute in Serbien für die Zeitung “Spic” arbeitet, gilt als einer der wenigen Journalisten in der EJRM, die, die Politische Haltung der regierenden Partei VMRO kritisiert. Auf der griechischen Nachrichtenseite “Imerisia-Online” wurde Branko Geroski nach seiner Meinung befragt und wie folgt nahm er Stellung zu dem Thema:[…] Ich sage genau das Gegenteil: Weder die Namen für die inländischen noch die internationalen Namen unseres Landes haben keinen realen Bezug zu unserer nationalen Identität! Dies ist nicht nur eine große und tragische Täuschung, sondern auch eine Irreführung. […]
Ehemalige Ministerpräsident der EJRM und Gründer der aktuellen (nationalistischen) Regierungspartei in der EJRM (VMRO-DPMNE) Photo: via Autor

Trotz mehrfacher Angriffe und Drohungen die Branko Geroski erhalten hat, blieb er seiner Meinung treu. Nicht anders reagierte der Gründer der VMRO-DPMNE und ehem. Ministerpräsident der EJRM, der sich von den Idealen der VMRO-DPMNE lossagte und 2006 nicht nur die bulgarische Staatsbürgerschaft annahm, sondern sich zu seinen, wie er sagte, “bulgarischen Wurzeln” bekannte. Im Februar 2009 wurde Georgievski vom slawisch-mazedonischen Sender A2 TV eingeladen, um sich über die aktuelle Lage in der EJRM zu äußern. Einst galt er während seiner Amtszeit mit der VMRO-DPMNE als “nationalistischer Hardliner” – Heute sieht er ein, dass er mit diesen Idealen daneben lag. Das Interview, das von Vasko GligorijeviÄ� ins Netz gestellt wurde, sorgte in der EJRM für Empörung und Unverständnis, da Georgievski harte Kritik äußerte.

Wie folgt äußerte sich Georgievski:

[…] “Sehen Sie, der heutige Patriotismus in der Republik Mazedonien ist … lassen Sie es mich so ausdrücken, eine Art von Kitsch-Patriotismus. Auch wenn es für mich persönlich wie etwas aussieht, dass ich nicht als Patriotismus bezeichnen kann. Wenn wir es genau betrachten ist es reine Nationalpolitik in Richtung einer riesigen Propaganda welche die Bürger des Landes als ‘antike Makedonen’ aussehen lassen soll, um davon politisch zu profitieren. Diese gesamte Geschichte, dass die heutigen ‘Mazedonier’ die Nachfahren der antiken Makedonen sein sollen ist schön anzuhören, weil gerade sehr viele Menschen in der Republik Mazedonien diese Geschichte gerne hören wollen.

Aber damit bewegt man sich nicht nur auf ziemlich dünnen Pfaden … und nicht nur wegen Griechenland. Wir erzeugen damit innenpolitische und soziale Problematiken. Sehen Sie - vor 20 Jahren haben wir uns als ‘Jugoslawen’ bezeichnet und heute zwingen Sie uns, uns als ‘antike’ Makedonen zu bezeichnen. Ich kenne Tausende von Menschen die sich als Slawen fühlen. Was ist mit deren Ansicht? Soll man sie mit dieser Propaganda zwingen etwas anderes zu sein als diese es Empfinden?” […]

(Übersetzung aus der Internetseite www.makedons.de)

Das Interview:

Es ist demzufolge kein Geheimnis, dass die mehrheitliche Masse in der EJRM sich kritisch oder auch feindselig zu Georgievskis Aussage äußerte, denn wie schon beigetragen wurde ist Ljubco Georgievski nicht nur ein einfacher Politiker in der EJRM gewesen, sondern der Gründer der nationalistischen VMRO-DPMNE und der ehem. Ministerpräsident der EJRM.

Auch die sozialdemokratische Opposition in der EJRM definiert die Politik kritisierend. So “Die Presse“:

[…] Ihre unbeugsame Haltung im Konflikt mit Griechenland hat die Popularitätswerte der regierenden Rechtspopulisten und von Premierminister Nikola Gruevski kräftig in die Höhe schießen lassen. Die sozialdemokratische Opposition sieht in der konfrontativen Politik der Regierung genauso wie in der “Antikisierung” des Landes eine überflüssige Provokation der Nachbarn, die von den eigentlichen Problemen Mazedoniens nur ablenken solle. […]

Selbst die Basler Zeitung hat die Antikisierung erkannt:

[…] Ministerpräsident Nikola Gruevski missbraucht die hellenische Geschichte gern für politische Zwecke. Obwohl die Slawen den Balkan erst im 6. Jahrhundert besiedelten, behaupten manche Pseudohistoriker in Skopje, ihre Landsleute seien Nachfahren der antiken Mazedonier. Solche Provokationen verstärken Athens Ablehnung. […]

Das jedoch stört Nikola Gruevski & Konsorten keineswegs, denn für sie steht eines fest: “Ändern wird sich nichts. Wir bleiben bei unserer Meinung. Koste es was es wolle.”. Da frage ich mich doch:

“Würde die Meinung denn bestehen bleiben, auch wenn die Kosten so hoch wären, dass sogar die NATO-Aufnahme, so wie die EU-Aufnahme gefährdet sei?”

Denn der Beitritt in die NATO sowie in die EU, ist das wichtigste Ziel der EJRM. Um jedoch an diesem Ziel zu gelangen, muss der Namensstreit gelöst werden, denn solange der Namensstreit mit Griechenland nicht gelöst ist, sehen die Chancen einer NATO- und EU-Aufnahme für die EJRM sehr schlecht aus. Schon 2008 drohte Griechenland vor dem NATO-Gipfel in Bukarest mit einem Veto, da der Namensstreit noch nicht gelöst sei. Das Resultat war “Die EJRM hat keine Einladung vom Bündnis erhalten”. Infolgedessen zog die EJRM vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) und klagte Griechenland an, dass sie gegen das Interimsabkommen, das 1995 von Griechenland und der EJRM unterzeichnet wurde, verstoßen würde.

Interimsabkommen?

Die Begründung der EJRM steht felsenfest: “Griechenland verstößt gegen das Interimsabkommen, denn Griechenland sei verpflichtet gewesen, die Aufnahme der EJRM in internationale Organisationen nicht zu behindern, sofern diese unter der Bezeichnung ‘Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien’ stattfindet.” Was sagt aber das Interimsabkommen noch? Ein Auszug aus der Erich-Ebert-Stiftung, die, die wesentlichen Punkte aufzählt:

[…] Bestehende Grenzen werden gegenseitig anerkannt, ebenso die Souveränität, territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit beider Seiten (Art. 2 und 3). Beide Seiten verzichten auf die Anwendung von Gewalt und erheben keine territorialen Ansprüche gegeneinander (Art. 4). Athen und Skopje verpflichten sich, feindliche Propaganda zu unterlassen (Art. 7). […]

Wenn wir uns die Artikel nacheinander ansehen, so erkennen wir doch offensichtlich, dass die EJRM gegen das Interimsabkommen verstößt und Nicht-Griechenland bzw. Griechenland nicht grundlos die Aufnahme der EJRM in internationale Organisationen blockiert.

Art. 2 und Art. 4 (Bestehende Grenzen werden gegenseitig anerkannt; Beide Seiten verzichten auf die Anwendung von Gewalt und erheben keine territorialen Ansprüche gegeneinander):

Werden die Grenzen anerkannt? Einerseits schon, denn die offensichtliche Expansionslust der Politiker in der EJRM, die einst in den 90er hoch war, wurde eingestellt. Doch sie wurde nicht überall eingestellt. In meinem ersten Artikel “Ein Staat – Zwei Gesichter” befasste ich mich mit den Geschichts- und Schulbüchern der EJRM. Wir haben deutlich erkennen können, dass die Griechische Region Makedonien, als eines von Griechenland okkupiertes Gebilde angesehen wird und diese “Feststellung” in den Schulbüchern verdeutlicht wird. Wie kann also ein Schulsystem eine derartige Expansionslust betreiben? Noch wichtiger: Wie kann der Staat diese Expansionslust tolerieren? Wieso toleriert der Staat überhaupt eine Expansionslust? Man müsste sich mal ein fiktives Szenario vor Augen führen, denn man stelle sich nur vor, in Deutschen Geschichtsbüchern würde ähnliches stehen. Wie souverän würde die BRD nun aussehen wenn sie Gebiete für sich beanspruchen würde, die einst in Deutscher Hand waren?

Art. 7 (Athen und Skopje verpflichten sich, feindliche Propaganda zu unterlassen):

Es ist offensichtlich, dass die EJRM eine marschierende Propaganda betreibt um Griechenland gezielt damit provozieren zu können. Die “Antikisierungen” bestätigen es. Selbst der US-Senat hielt dies 2007 in der Resolution 300 fest:

[…] Expressing the sense of the Senate that the Former Yugoslav Republic of Macedonia (FYROM) should stop the utilization of materials that violate provisions of the United Nations-brokered Interim Agreement between FYROM and Greece regarding `hostile activities or propaganda’ and should work with the United Nations and Greece to achieve longstanding United States and United Nations policy goals of finding a mutually-acceptable official name for FYROM. […]

Diese Resolution wurde im August 2007 von den US-Senatoren Menendez, Snowe und Obama (Heute der Präsident der USA) unterzeichnet. Weiter heißt es:

[…] Whereas, on April 8, 1993, the United Nations General Assembly admitted as a member the Former Yugoslav Republic of Macedonia (FYROM), under the name the `Former Yugoslav Republic of Macedonia’;

Whereas United Nations Security Council Resolution 817 (1993) states that the dispute over the name must be resolved to maintain peaceful relations between Greece and FYROM;

Whereas, on September 13, 1995, Greece and FYROM signed a United Nations-brokered Interim Accord that, among other things, commits them to not `support claims to any part of the territory of the other party or claims for a change of their existing frontiers’;

Whereas a pre-eminent goal of the United Nations Interim Accord was to stop FYROM from utilizing, since its admittance to the United Nations in 1993, what the Accord calls `propaganda’, including in school textbooks;

Whereas a television report in recent years showed students in a state-run school in FYROM still being taught that parts of Greece, including Greek Macedonia, are rightfully part of FYROM;

Whereas some textbooks, including the Military Academy textbook published in 2004 by the Military Academy `General Mihailo Apostolski’ in the FYROM capital city, contain maps showing that a `Greater Macedonia’ extends many miles south into Greece to Mount Olympus and miles east to Mount Pirin in Bulgaria;

Whereas, in direct contradiction of the spirit of the United Nations Interim Accord’s section `A’, entitled `Friendly Relations and Confidence Building Measures’, which attempts to eliminate challenges regarding `historic and cultural patrimony’, the Government of FYROM recently renamed the capital city’s international airport `Alexander the Great Airport’;

Whereas the aforementioned acts constitute a breach of FYROM’s international obligations deriving from the spirit of the United Nations Interim Accord, which provide that FYROM should abstain from any form of `propaganda’ against Greece’s historical or cultural heritage;

Whereas such acts are not compatible with Article 10 of the United Nations Interim Accord, which calls for `improving understanding and good neighbourly relations’, as well as with European standards and values endorsed by European Union member-states; and

Whereas this information, like that exposed in the media report and elsewhere, being used contrary to the United Nations Interim Accord instills hostility and a rationale for irredentism in portions of the population of FYROM toward Greece and the history of Greece: Now, therefore, be it […]

Deutlich erkennbar: Die EJRM verstößt ausdrücklich gegen Art. 7 des Interimsabkommens. Man kann davon ausgehen, dass die Entscheidung vor dem IGH positiv für Griechenland ausfallen wird. Ich frage mich dennoch, ob sich die Regierung in der EJRM mit der Resolution 300 auseinandergesetzt hat? Höchstwahrscheinlich nicht. Was wir jedoch wissen dürfen ist, dass durch diesen Bruch/Verstoß die Aufnahme in die EU und NATO gefährdet ist, denn auch gegen die NATO-Beitrittskriterien verstößt die EJRM. Wie folgt heißt es darin:

[…] States which have ethnic disputes or external territorial disputes, including irredentist claims, or internal jurisdictional disputes must settle those disputes by peaceful means in accordance with OSCE principles. Resolution of such disputes would be a factor in determining whether to invite a state to join the Alliance. […]

Leider ist es so, dass viele “westliche” Politiker die Provokationen, die Verstöße, etc. gar nicht thematisieren. So auch die CDU-Europaparlamentarierin Doris Pack:

“Die CDU-Europaparlamentarierin Doris Pack hat Griechenland wegen seiner Haltung im Namensstreit mit der Balkanrepublik Mazedonien attackiert. Die griechische Blockade eines möglichen Beitritts Mazedoniens zur EU wegen seines Namens sei ‘unfair’ und ‘uneuropäisch’, betonte die CDU-Politikerin. Kein Mitgliedsland habe sich gegenüber Griechenland in der Weise verhalten, wie sich Griechenland jetzt gegenüber Mazedonien verhalte.”

Ist der ehrenwerten Frau Pack auch bewusst, dass die EJRM gegen das Interimsabkommen und gegen die NATO-Beitrittskriterien verstößt? Das fragen sich sicherlich viele, wenn man sich die Beweislage durchliest!

Alexander der “Slawe”?

Photo: via wikipedia.org

Bisher konnten wir analysieren, dass die EJRM nicht nur gegen Verträge verstößt, sondern auch historische Tatsachen verdreht, um die Lücke der Identitätsfrage im Lande zu füllen. Hellenische Historik wird prompt enthellenisiert und zu einer slawischen Historik umformiert. Das häufigste Argument aus der EJRM lautet ungefähr so: “Alexander der Große war kein Grieche, er war ein Makedonier, wie wir”. Sicherlich war Alexander der Große ein Makedonier, doch ich frage mich ernsthaft, wie einige die Behauptung aufstellen können, dass Makedonier keine Griechen bzw. keine Hellenen gewesen sind? Die überwiegende Mehrheit an Historikern scheint einer Meinung zu sein: “Alexander der Große war freilich ein Hellene, denn er war der Verbreiter des Hellenismus”. Kann man demnach den Makedoniern das “Hellenische” absprechen, obwohl durch ihre Eroberung der Hellenismus bis nach Indien gelangte? Mitnichten!

[…] Der junge Herrscher war genau die richtige Besetzung, denn sein Selbstbewusstsein war enorm. Er sah sich als Nachkomme des Herakles (väterlicherseits) und des Achilles (mütterlicherseits), den beiden größten Helden der griechischen Sagenwelt. Sein ganzes Tun war in dieses mythische Gedankenkonstrukt eingebettet. Einen wichtigen Anteil an diesen mentalen Voraussetzungen hatte sein Lehrer Aristoteles, der ihm die Welten der Ilias und Odyssee näher brachte. […]

Alexander selbst identifizierte sich als Hellene/Grieche und betrachtete die griechische Kultur als Teil seiner Kultur:

“Deine Vorfahren haben Makedonien und den Rest Griechenlands versucht zu besetzen und uns somit großen Schaden zugefügt. Obwohl wir euch nie zuvor etwas angetan hatten. Nun bin ich der Hegemon aller Griechen …”

Alexander III (der Große) in Koversation mit Darius dem Perserkönig (Arrian, Anabasis von Alexander II,14,4)

Was sagt die slawisch-mazedonische Internetseite www.Pelagon.de. dazu? Sie veröffentlichten einen Artikel mit dem Titel “Wie griechisch waren die Makedonen?” und negierten die hellenische Identität der Makedonier. Ein kleines Zitat aus dem Artikel:

[…] “Zu allererst muss festgehalten werden, dass Griechenland überhaupt nichts mit den antiken Makedonier und deren Symbolen zu tun hat. In keinem Dokument oder Schriftstück antiker Schreiber wie Arian, Plutarch, Diodorus, Herodotus, Justin, Levy, Quintus Curtius Rufus, Polybius, Thucydides, Polyaenus, etc. finden sich Beweise, dass die antiken Makedonier als Griechen bezeichnet wurden oder was anderes als Makedonier. Nirgends in der geschriebenen Geschichte findet sich der Beweis, dass die antiken Griechen die antiken Makedonier als ihres Gleichen ansahen” […]

Kann das stimmen? Panagiotis Raftakis, Betreiber der Medienplattform www.makedons.de, scheint anderer Meinung zu sein und antwortete verständlicherweise auf diesen Artikel:

[…] Die antiken Makedonen waren schon fast ekelhaft Griechisch! Internetpropaganda indem das Makedonentum regelrecht enthellenisiert wird gibt es zu Haufen in den unendlichen Weiten des Netzes. “Die Makedonen seien keine Griechen gewesen” – oder “Die Griechen würden Symbole anderer Völker wie denen der ehemaligen jugoslawischen Republik - F.Y.R.O.M entwenden. Wir werden Ihnen in diesem Artikel nicht das Selbstverständliche beweisen, Nein. Wir werden Ihnen mit Passagen aus historischen Quellen, wissenschaftlichen Analysen und historischen Atlanten, Fragmente des Griechentums der Makedonen auflisten. […]

Schauen wir uns doch einmal an, was antike Persönlichkeiten denn wirklich gemeint haben:
[…] HERODOT berichtet sehr wohl über die Makedonen und deren dorischen Abstammung. (Zitat): In den Tagen des Königs Deucalion nahmen sie ( die Griechen ) das land Pythiotis in Besitz. Dann, in der Zeit des Dorus, der Sohn des Hellen war wurde das Land Histiaean besiedelt welches unter dem Ossa und dem Olymp lag. Geführt von den Kadmeaern siedelten sie auch am Pindos und an seinen Ebenen welches Land sie dann Makedonien ( Makednia) nannten. Doch sie wanderten auch nach Dryopia und von von dort nach Peloponessus wo sie den Namen Dorier annahmen” Das erste Buch ‘Historieen’ (Paragraph 56.3 ) Herodot Aussage über die Herkunft der Griechen

ARRIAN berichtet ebenso über eine Konversation Alexanders des Großen mit dem Perserkönig Darius: “Deine Vorfahren haben Makedonien und den Rest Griechenlands versucht zu besetzen und uns somit großen Schaden zugefügt. Obwohl wir euch nie zuvor etwas angetan hatten. Nun bin ich der Hegemon aller Griechen… ‘Alexander III (der Große)’ in Konversation mit Darius dem Perserkönig (Arrian, Anabasis von Alexander II,14,4)

THUKYDIDES berichtet uns ebenso: ‘Das Land an der Seeküste, nun Makedonien genannt, wurde gegründet von Alexander dem I, Vater des Perdiccas, und seiner Nachfahren, Abkömmlinge von Argos. Thukydides bestätigt ebenso das die Makedonenherrscher hellenischer Abstammung und von der Stadt Argos kamen. (Buch 2, 99.3)

AESCHINES berichtet uns : ‘Auf einen Kongress der Lakedämonischen und der anderen griechischen Verbündeten, in dem Amyntas, der Vater von Philipp, einen Sitz hielt, und von einem Delegierten dessen Stimme absolut unter der Kontrolle von Amyntas war repräsentiert wurde, unterstütze er die anderen Griechen beim Wählen, um Athen den erneuten Besitz von Amphipolis zu zusichern. Zum Beweis der Wahl, ließ ich mich von der Öffentlichkeit aufstellen, um nach der Auflösung des griechischen Kongresses die Namen deren zu notieren, die wählten Aeschines (Die Botschaft 2.32) Legt einen weiteren Beweis dafür, das König Amyntas von Makedonien an dem Kongress der Lakedämonen und der anderen griechischen Alliierten teilnahm.

PAUSANIAS - “Sie sagen, dass diese die Stämme waren, die von Amphiktyon selbst in der hellenischen Versammlung gesammelt wurden: […] die verbundenen Makedonen und der gesamte Phokische Stamm […] zu meinen dortigen Tagen, waren es dreißig Mitglieder: sechs von jedem, von Nikopolis, von Makedonien und von Thessalien…..” Dieses Zitat stammt aus Pausanias Buch “Phokis” (8,2 & 4): […]

Wie auch im ersten Artikel “Ein Staat - Zwei Gesichter” bin ich der Meinung, dass die Frage “Wie griechisch waren die Makedonen?” überflüssig erscheint, denn Geschichte, die deutlicher nicht sein kann, kann nicht verändert werden.

Fazit

Nikola Gruevski, Ministerpräsident der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM) Photo: via Autor

Der Namensstreit hält beide Staaten, Griechenland und die EJRM, in Atem. Eine baldige Lösung scheint nicht in Aussicht zu sein – das steht regelrecht fest. Was kann man tun? Freilich wäre es angemessen, dass sich die EJRM an die Resolution 300 des US-Senates halten sollte, denn die derzeitigen Provokationen Seitens der EJRM isolieren nicht nur das Land, sondern gebären auch innerliche Unruhen in der albanischen Bevölkerung. “Die Presse” kommentierte die Sachlage nämlich so:[…] Ohne baldigen Nato-Beitritt und den Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen sehen auch Politiker der starken albanischen Minderheit den Zusammenhalt des labilen Staates, der 2001 am Rand eines Bürgerkriegs stand, gefährdet. “Die Albaner in Mazedonien werden ihren Brüdern aus Albanien und dem Kosovo in die Nato und die EU folgen – unabhängig davon, ob die unfähige Regierung von Gruevski die Kapazität hat, das Land dorthin zuführen”, warnt düster Menduh Thaci, Chef einer oppositionellen Albaner-Partei. […]

Es bleibt zu hoffen, dass der Nationalismus in der EJRM an Gewicht verliert und die Diplomatie, so wie auch das Demokratieverständnis, an Zuwachs gewinnt. Es scheint aber so, dass die Situation sich ins Gegenteil wendet und in der EJRM lieber Hellenische Statuen und Gebäude gebaut, Plätze, Flughäfen, staatliche Institutionen in griechische Namen umgetauft, werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Eisenfeld
quelle: readers-edition.de/2009/05/14/ein-staat-zwei-gesichter-ii

Schöner VideoClip über Zypern - Macedonien - die Ägäis und die Türkei



Montag, 8. Juni 2009

Kein Länderkürzel für FYROM

Noch Festzulege

Das Länderkürzel MK wird nun von der EU durch das Kürzel "noch festzulegen" (auf Englisch to be defined) ersetzt!!!!

Europa: Amt für Veröffentlichungen
Inter institutionelle Regeln für Veröffentlichungen

Kürzel der Länder und gebiete
(Stand: 28.11.2008)
(to be defined) the former Yugoslav Republic of Macedonia,

Brief an Präsident Obama

An den
Präsidenten
der Vereinigten Staaten von Amerika
Barack Obama
White House
1600 Pennsylvania Avenue, NW
USA – Washington, DC 20500

Sehr geehrter Herr Präsident,

wir, die Unterzeichneten, ersuchen Sie höflich um Intervention, um einige Ruinen in Südosteuropa aufzuräumen, die von der früheren amerikanischen Regierung zurückgelassen wurden.

Am 4. November 2004, zwei Tage nach der Wiederwahl von Präsident George W. Bush, hat seine Regierung die „Republik Mazedonien“ einseitig anerkannt. Dieser Akt hat nicht nur einen geographischen und historischen Tatbestand verändert, sondern auch eine gefährliche Epidemie von historischem Revisionismus ausgelöst, dessen augenfälligstes Symptom die widerrechtliche Aneignung Alexanders des Großen, des berühmtesten aller Makedonen, durch die Regierung in Skopje ist.

Wir glauben, daß diese Torheit zu weit gegangen ist und daß es nicht Aufgabe der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist, Geschichtsklitterung zu unterstützen. (Die Dokumentation zu diesen Fakten – hier durch Fettdruck hervorgehoben – läßt sich unter http://macedonia-evidence.org/documentation-de.html nachsehen).

Das besagte Land mit seiner Hauptstadt Skopje wurde im Altertum Paionia genannt. Die Berge Barnous und Orbelos, die heute die Nordgrenze Griechenlands bilden, stellen eine natürliche Barriere dar, die – heutzutage so gut wie im Altertum – Makedonien von seinem südlichen Nachbarn trennt. Die einzige nennenswerte Verbindung verläuft entlang des Flusses Axios/Wardar, und sogar dieses Tal „stellt keine Verbindungslinie dar, da es durch Schluchten zerteilt ist.“

Obwohl es stimmt, daß die Paionier 358 v. Chr. von Philipp II., Vater Alexanders des Großen, unterworfen wurden, waren sie keine Makedonen und lebten sie nicht in Makedonien. In ähnlicher Weise mögen die Ägypter, die von Alexander dem Großen unterworfen worden waren, von Makedonen beherrscht worden sein, doch waren sie selbst Ägypter, und Ägypten wurde niemals Makedonien genannt.

Besser gesagt: Makedonien mit seinen makedonischen Griechen war seit wenigstens 2500 Jahren genau dort gelegen, wo die heutige griechische Provinz Makedonien sich befindet. Genau diese selbe Konstellation trifft z.B. zu für Attika und die Griechen Athens, Argos und die argivischen Griechen sowie Korinth und die Griechen der Korinthia.

Wir verstehen nicht, wie die modernen Bewohner des alten Paioniens, die slawisch sprechen – eine Sprache, die etwa 1000 Jahre nach dem Tode Alexanders in den Balkanraum eingeführt wurde -, ihn als ihren Nationalheros in Anspruch nehmen. Alexander der Große war durch und durch sowie unbestreitbar Grieche. Sein Ur-Ur-Urgroßvater, Alexander I., nahm an den Olympischen Spielen teil, was zu seiner Zeit nur Griechen erlaubt war.

Noch vor Alexander I. führten die Makedonen ihre Abstammung auf Argos zurück, und zahlreiche ihrer Könige ließen den Kopf des Herakles - Inbegriff des griechischen Heros – auf ihre Münzen prägen.

Euripides – der in Makedonien starb und dort begraben wurde – schrieb sein Schauspiel Archelaos zu Ehren des Großonkels von Alexander und natürlich auf Griechisch. Bei seinem Aufenthalt in Makedonien schrieb er auch die Bakchen, wiederum auf Griechisch. Vermutlich verstand das makedonische Publikum, was er schrieb und was es hörte.

Alexanders Vater, Philipp, trug einige hippische Siege in Olympia und Delphi davon, den zwei ‚griechischsten’ von allen Heiligtümern im alten Griechenland, wo Nichtgriechen nicht starten durften. Noch bezeichnender ist die Tatsache, daß Philipp dazu bestellt wurde, 346 v. Chr. die Pythischen Spiele in Delphi zu leiten. Mit anderen Worten: der Vater Alexanders des Großen und seine Ahnen waren durch und durch Griechen. Griechisch war auch die Sprache, die Demosthenes und seine Athener Delegation benutzten, als sie in demselben Jahr Philipp Besuche abstatteten.

Aristoteles, ein anderer Grieche aus dem Norden, verließ seine Heimat, um nahezu 20 Jahre an der Akademie Platos zu studieren. Er kehrte anschließend nach Makedonien zurück und wurde Lehrer Alexanders III. Sie sprachen griechisch im Unterricht, und die Lehrräume können noch heute in der Nähe von Naoussa im griechischen Makedonien besichtigt werden.

Alexander führte während seiner Eroberungszüge ständig die von Aristoteles besorgte Ausgabe der Ilias Homers mit sich. Alexander verbreitete auch die griechische Sprache und Kultur über sein ganzes Reich, gründete Städte und richtete Zentren der Gelehrsamkeit ein. Inschriften, die von solch typisch griechischen Institutionen wie dem Gymnasium zeugen, wurden so weit entfernt wie in Afghanistan gefunden. Natürlich sind sie in griechischer Sprache verfaßt.

Folgende Fragen lassen sich stellen: Warum war Griechisch die lingua franca im ganzen Reich Alexanders, wenn er ‚Makedone’ war? Warum war das Neue Testament auf Griechisch geschrieben?

Die Antworten sind klar: Alexander der Große war Grieche, nicht etwa Slawe; die Slawen und ihre Sprache lassen sich in keiner Weise mit Alexander in Verbindung bringen. Eine geographische Nähe ergab sich erst 1000 Jahre später! Das führt uns zurück zu der geographischen Einheit, die im Altertum als Paionia bekannt war. Warum möchten die Leute, die heute hier leben, sich selbst Makedonen nennen und ihr Land Makedonien? Warum versuchen sie, eine ganz und gar griechische Person als ihren Nationalheros zu stehlen?

Die alten Paionier mögen Griechen gewesen sein oder auch nicht, aber sicherlich wurden sie gräzisiert, und sie waren niemals Slawen. Ebenso waren sie keine Makedonen. Alt-Paionia war Teil des makedonischen Reiches wie Ionien, Syrien, Palästina, Ägypten, Mesopotamien, Babylonien, Baktrien und viele Gebiete mehr. Sie mögen zeitweise ‚makedonisch’ geworden sein, aber keinesfalls jemals ‚Makedonien.’ Der Diebstahl Philipps und Alexanders durch ein Land, das niemals Makedonien war, ist durch nichts gerechtfertigt.

Die Traditionen des alten Paioniens können jedoch von den gegenwärtigen Bewohnern dieser geographischen Einheit aus gutem Grund angenommen werden. Die Ausdehnung des geographischen Begriffs ‚Makedonien’ auf das südliche Jugoslawien ist davon allerdings ausgenommen. Bereits im späten 19. Jahrhundert hat der Mißbrauch ungesunde territoriale Bestrebungen befördert.

Derselbe Beweggrund läßt sich auf schulischen Landkarten feststellen, die ein großes Pseudo-Makedonien zeigen, das sich von Skopje bis zum Olymp erstreckt (und in slawischer Sprache beschrieben ist!). Dieselbe Landkarte mit ihren territorialen Forderungen findet sich in Kalendern, auf Aufklebern, Geldscheinen und dergleichen, die im neuen Staat zirkulieren, seitdem er seine Unabhängigkeit von Jugoslawien im Jahre 1991 erklärt hat. Warum muß ein landumschlossener Staat nur solch einen historischen Unsinn verzapfen? Warum muß er ständig seinen Nachbarn verhöhnen und provozieren?

Wie auch immer man ein solches Verhalten bezeichnen möchte, es ist in aller Deutlichkeit kein Zeichen für historische Exaktheit noch für Sicherheit in den Balkanregionen. Man sagt, die Vereinigten Staaten von Amerika hätten ein solches Verhalten angestiftet und ermutigt.

Wir wenden uns an Sie, Herr Präsident, der Regierung in Skopje dabei behilflich zu sein, zu verstehen, daß sie keine nationale Identität auf Kosten der historischen Wahrheit aufbauen kann. Die Völkergemeinschaft kann nicht überleben, wenn Geschichte ignoriert wird, erst recht nicht, wenn sie gefälscht wird.

Hochachtungsvoll

Hier klicken, um die Liste der Wissenschaftler, die diesen Brief unterzeichnet haben, zu sehen.

cc: J. Biden, Vice President, USA

H. Clinton, Secretary of State USA

P. Gordon, Asst. Secretary-designate, European and Eurasian Affairs

H.L Berman, Chair, House Committee on Foreign Affairs

I. Ros-Lehtinen, Ranking Member, House Committee on Foreign Affairs

J. Kerry, Chair, Senate Committee on Foreign Relations

R.G. Lugar, Ranking Member, Senate Committee on Foreign Relations

R. Menendez, United States Senator from New Jersey.

US Abgeordnete kritisieren antihellenische Rhetorik in FYROM





Geschrieben von P.Raftakis
Donnerstag, 28. Mai 2009

US CongressNeunzehn Kongressabgeordnete der Vereinigten Staaten haben einen Antrag über die Namensfrage zwischen FYROM und Griechenland verfasst, indem Sie die Regierung der ehemaligen jugoslawischen Republik kritisieren, durch gezielte griechischfeindliche Rhetorik unter den Bürgern FYROM´s , antihellenische Ambitionen zu wecken und somit die Voraussetzungen für die Integration der ehemaligen jugoslawischen Republik (FYROM) in die EU oder NATO zu behindern. Der Antrag erklärt Griechenland ebenso zu einem strategischen Partner der USA in der Balkanregion im Rahmen der Bemühungen um regionale Stabilität und wirtschaftlichem Wachstum.


quelle: makedons.de

Mittwoch, 27. Mai 2009

Makedonien - Die Wissenschaft meldet sich zu Wort - Brief an Barack Obama





Geschrieben von P.Raftakis von /www.makedons.de
Samstag, 23. Mai 2009

Alexander der GrosseSeit achtzehn Jahren hält nun der Namensstreit zwischen der ehemaligen jugoslawischen Republik (FYROM) und Griechenland an. Nun meldet sich die Wissenschaft zu Wort. Mit einem von über zweihundert renommierten Historikern und Wissenschaftlern unterzeichneten Beschwerdebrief an den Präsidenten der Vereinigten Staaten – Barack Obama, bezieht die Wissenschaft in der Namensfrage zum ersten mal offiziell Stellung. Mit sachlichen und fundierten Fachwissen als Grundlage, erklären die Wissenschaftler durch ihren Beschwerdebrief an den amerikanischen Präsidenten, dass die ehemalige jugoslawische Republik, eine offensichtliche Usurpation der griechischen Geschichte vollzieht und dies gegen alle wissenschaftlichen Fakten.

An den
Präsidenten
der Vereinigten Staaten von Amerika
Barack Obama
White House
1600 Pennsylvania Avenue, NW
USA – Washington, DC 20500

Sehr geehrter Herr Präsident,

wir, die Unterzeichneten, ersuchen Sie höflich um Intervention, um einige Ruinen in Südosteuropa aufzuräumen, die von der früheren amerikanischen Regierung zurückgelassen wurden.

Am 4. November 2004, zwei Tage nach der Wiederwahl von Präsident George W. Bush, hat seine Regierung die „Republik Mazedonien“ einseitig anerkannt. Dieser Akt hat nicht nur einen geographischen und historischen Tatbestand verändert, sondern auch eine gefährliche Epidemie von historischem Revisionismus ausgelöst, dessen augenfälligstes Symptom die widerrechtliche Aneignung Alexanders des Großen, des berühmtesten aller Makedonen, durch die Regierung in Skopje ist.

Wir glauben, daß diese Torheit zu weit gegangen ist und daß es nicht Aufgabe der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist, Geschichtsklitterung zu unterstützen. (Die Dokumentation zu diesen Fakten – hier durch Fettdruck hervorgehoben – läßt sich unter http://macedonia-evidence.org/documentation-de.html nachsehen).

Das besagte Land mit seiner Hauptstadt Skopje wurde im Altertum Paionia genannt. Die Berge Barnous und Orbelos, die heute die Nordgrenze Griechenlands bilden, stellen eine natürliche Barriere dar, die – heutzutage so gut wie im Altertum – Makedonien von seinem südlichen Nachbarn trennt. Die einzige nennenswerte Verbindung verläuft entlang des Flusses Axios/Wardar, und sogar dieses Tal „stellt keine Verbindungslinie dar, da es durch Schluchten zerteilt ist.“

Obwohl es stimmt, daß die Paionier 358 v. Chr. von Philipp II., Vater Alexanders des Großen, unterworfen wurden, waren sie keine Makedonen und lebten sie nicht in Makedonien. In ähnlicher Weise mögen die Ägypter, die von Alexander dem Großen unterworfen worden waren, von Makedonen beherrscht worden sein, doch waren sie selbst Ägypter, und Ägypten wurde niemals Makedonien genannt.

Besser gesagt: Makedonien mit seinen makedonischen Griechen war seit wenigstens 2500 Jahren genau dort gelegen, wo die heutige griechische Provinz Makedonien sich befindet. Genau diese selbe Konstellation trifft z.B. zu für Attika und die Griechen Athens, Argos und die argivischen Griechen sowie Korinth und die Griechen der Korinthia.

Wir verstehen nicht, wie die modernen Bewohner des alten Paioniens, die slawisch sprechen – eine Sprache, die etwa 1000 Jahre nach dem Tode Alexanders in den Balkanraum eingeführt wurde -, ihn als ihren Nationalheros in Anspruch nehmen. Alexander der Große war durch und durch sowie unbestreitbar Grieche. Sein Ur-Ur-Urgroßvater, Alexander I., nahm an den Olympischen Spielen teil, was zu seiner Zeit nur Griechen erlaubt war.

Noch vor Alexander I. führten die Makedonen ihre Abstammung auf Argos zurück, und zahlreiche ihrer Könige ließen den Kopf des Herakles - Inbegriff des griechischen Heros – auf ihre Münzen prägen.

Euripides – der in Makedonien starb und dort begraben wurde – schrieb sein Schauspiel Archelaos zu Ehren des Großonkels von Alexander und natürlich auf Griechisch. Bei seinem Aufenthalt in Makedonien schrieb er auch die Bakchen, wiederum auf Griechisch. Vermutlich verstand das makedonische Publikum, was er schrieb und was es hörte.

Alexanders Vater, Philipp, trug einige hippische Siege in Olympia und Delphi davon, den zwei ‚griechischsten’ von allen Heiligtümern im alten Griechenland, wo Nichtgriechen nicht starten durften. Noch bezeichnender ist die Tatsache, daß Philipp dazu bestellt wurde, 346 v. Chr. die Pythischen Spiele in Delphi zu leiten. Mit anderen Worten: der Vater Alexanders des Großen und seine Ahnen waren durch und durch Griechen. Griechisch war auch die Sprache, die Demosthenes und seine Athener Delegation benutzten, als sie in demselben Jahr Philipp Besuche abstatteten.

Aristoteles, ein anderer Grieche aus dem Norden, verließ seine Heimat, um nahezu 20 Jahre an der Akademie Platos zu studieren. Er kehrte anschließend nach Makedonien zurück und wurde Lehrer Alexanders III. Sie sprachen griechisch im Unterricht, und die Lehrräume können noch heute in der Nähe von Naoussa im griechischen Makedonien besichtigt werden.

Alexander führte während seiner Eroberungszüge ständig die von Aristoteles besorgte Ausgabe der Ilias Homers mit sich. Alexander verbreitete auch die griechische Sprache und Kultur über sein ganzes Reich, gründete Städte und richtete Zentren der Gelehrsamkeit ein. Inschriften, die von solch typisch griechischen Institutionen wie dem Gymnasium zeugen, wurden so weit entfernt wie in Afghanistan gefunden. Natürlich sind sie in griechischer Sprache verfaßt.

Folgende Fragen lassen sich stellen: Warum war Griechisch die lingua franca im ganzen Reich Alexanders, wenn er ‚Makedone’ war? Warum war das Neue Testament auf Griechisch geschrieben?

Die Antworten sind klar: Alexander der Große war Grieche, nicht etwa Slawe; die Slawen und ihre Sprache lassen sich in keiner Weise mit Alexander in Verbindung bringen. Eine geographische Nähe ergab sich erst 1000 Jahre später! Das führt uns zurück zu der geographischen Einheit, die im Altertum als Paionia bekannt war. Warum möchten die Leute, die heute hier leben, sich selbst Makedonen nennen und ihr Land Makedonien? Warum versuchen sie, eine ganz und gar griechische Person als ihren Nationalheros zu stehlen?

Die alten Paionier mögen Griechen gewesen sein oder auch nicht, aber sicherlich wurden sie gräzisiert, und sie waren niemals Slawen. Ebenso waren sie keine Makedonen. Alt-Paionia war Teil des makedonischen Reiches wie Ionien, Syrien, Palästina, Ägypten, Mesopotamien, Babylonien, Baktrien und viele Gebiete mehr. Sie mögen zeitweise ‚makedonisch’ geworden sein, aber keinesfalls jemals ‚Makedonien.’ Der Diebstahl Philipps und Alexanders durch ein Land, das niemals Makedonien war, ist durch nichts gerechtfertigt.

Die Traditionen des alten Paioniens können jedoch von den gegenwärtigen Bewohnern dieser geographischen Einheit aus gutem Grund angenommen werden. Die Ausdehnung des geographischen Begriffs ‚Makedonien’ auf das südliche Jugoslawien ist davon allerdings ausgenommen. Bereits im späten 19. Jahrhundert hat der Mißbrauch ungesunde territoriale Bestrebungen befördert.

Derselbe Beweggrund läßt sich auf schulischen Landkarten feststellen, die ein großes Pseudo-Makedonien zeigen, das sich von Skopje bis zum Olymp erstreckt (und in slawischer Sprache beschrieben ist!). Dieselbe Landkarte mit ihren territorialen Forderungen findet sich in Kalendern, auf Aufklebern, Geldscheinen und dergleichen, die im neuen Staat zirkulieren, seitdem er seine Unabhängigkeit von Jugoslawien im Jahre 1991 erklärt hat. Warum muß ein landumschlossener Staat nur solch einen historischen Unsinn verzapfen? Warum muß er ständig seinen Nachbarn verhöhnen und provozieren?

Wie auch immer man ein solches Verhalten bezeichnen möchte, es ist in aller Deutlichkeit kein Zeichen für historische Exaktheit noch für Sicherheit in den Balkanregionen. Man sagt, die Vereinigten Staaten von Amerika hätten ein solches Verhalten angestiftet und ermutigt.

Wir wenden uns an Sie, Herr Präsident, der Regierung in Skopje dabei behilflich zu sein, zu verstehen, daß sie keine nationale Identität auf Kosten der historischen Wahrheit aufbauen kann. Die Völkergemeinschaft kann nicht überleben, wenn Geschichte ignoriert wird, erst recht nicht, wenn sie gefälscht wird.

Hochachtungsvoll

Die Unterschriften der Wissenschaftler

Quelle: Macedonia Evidence

Orginalversion (Deutsch) mit Links: Macedonia Evidence

Samstag, 9. Mai 2009

Hellenische Alexander-Statue soll in Skopje ihren Platz finden

"MAKEDONE wird man nicht in dem man Statuen aufstellt, MAKEDONE ist man von Geburt an. Während in Griechenland Makedonen leben versuchen einige Slawen der Jugoslawische ex Republik FYROM es zu werden in dem sie Statuen aufstellen".!!!

In den letzten Wochen und Monaten hat sich die „ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“ an ihren Propagandamaschinerie bedient um wieder einmal ihre angeblich antiken Wurzeln zu präsentieren. Dabei wurden einige Propagandistische Projekte durchgeführt, wie bspw. die Umbenennung des Flughafens bei Skopje in “Alexander der Große” oder die Aufstellung vieler antiken Griechischen Statuen in unterschiedlichen Städten FYROMs. Der Höhepunkt dieser Propaganda und Geschichtsfälschung Programms ist die Aufstellung einer großen Hellenischen Alexanderstatue im Zentrum von Skopje.

Das Spielchen der “Antikisierung” hatte Skopje schon bereits vor 20 Jahren begonnen. Damals hatte Skopje aus Angst, das Land könnte an Bulgarien und Albanien fallen und somit in zwei geteilt werden einige Umbenennungen durchgeführt. Zu sehr war den Bürgern Skopjes bzw. der Jugoslawische ex Republik klar das man Bulgarische, slawische und Albanische wurzeln hat. Der Ruf nach eine eigene Identität wurde lauter und so erfand sich die Regierung Skopjes neu in dem sie ihre Bürger das Märchen der Makedonen erzählte und damit anfing Plätze usw. umzubenennen.

Das absurde Spiel der Regierung Skopjes um die der Umbenennungen fand jetzt den Höhepunkt der Lächerlichkeit. Lachend und Kopfschüttelnd schaut Europa auf die Jugoslawische ex Republik die gerade dabei ist eine ca. 15 Meter Große Hellenische Statue im Zentrum Skopjes zu errichten auf der einer der berühmteste Hellenen und Gründer des Panhellenismus zu sehen ist. Bei der Statue handelt es sich um Alexander den Großen der sicher heutzutage vom seinem Pferd absteigen würde wenn er hören könnte das er angeblich ein Slawe sein soll.

Wie würden Alexanders Worte wohl lauten wenn er die Geschehnisse sehen könnte. Ich glaube er würde sagen "Ich,...Alexander der Große, Gründer des Hellenetums,... wie kann ich ein Slawe sein wenn ich doch über 300 Jahre vor Christi Geburt gelebt habe. Ihr Slawe da !!! ihr habt den Balkan erst um ca 800 nach Christi Geburt besiedelt,... wie könnt ihr euch Makedonen nennen????

geschrieben von G.Karavassis

Freitag, 1. Mai 2009

Inszenierten Morde in Skopje

Wie die Regierung Skopjes sich in der Anti-Terror-Koalition mit Inszenierten Morde einkaufte.
Im März 2002 berichtete die Regierung Skopjes FYROM, (ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien) bei einem Feuergefecht mit Polizisten seien 7 aus Pakistan eingereiste, schwer bewaffnete Terroristen getötet worden. Damals wurde vermutet, daß die Pakistanis, bei denen nach Darstellung der Regierung unter anderem Maschinengewehre und Raketenwerfer gefunden worden waren, Anschläge in dem Land geplant hatten. Der damalige Innenminister des Landes, Ljube Boskovski, erklärte, daß das Innenministerium zwei Wochen zuvor Hinweise auf geplante Anschläge "auf diplomatische Einrichtungen, höchstwahrscheinlich der USA, Deutschlands, Großbritanniens oder anderer Länder der globalen Anti-Terror-Koalition" erhalten habe, woraufhin es zu vermehrten Patrouillen der Polizei gekommen sei. Als hierbei die Getöteten kontrolliert werden sollten, hätten diese das Feuer eröffnet. So weit die offizielle Darstellung der Ereignisse, die zum Tod der 7 Menschen geführt hatten, vor zwei Jahren. Mittlerweile mußten die mazedonischen Behörden zugeben, daß es sich bei den Getöteten nicht um Anschläge planende Terroristen sondern vielmehr um "ilegale" Einwanderer, wie die britische BBC am Freitag berichtete. Wie die Polizeisprecherin Mirjana Konteska gegenüber AP sagte, waren die Ermordeten mit dem Versprechen nach Skopje gelockt worden, daß sie nach Westeuropa gebracht werden würden. Dann wurden sie ins Gebiet von Rastanski Lozja, 5 Kilometer nördlich der Hauptstadt Skopje, gebracht, wo sie dann von Polizisten umzingelt und erschossen wurden. "Sie haben ihre Leben in einem inszenierten Mord verloren", sagte sie. Es scheint also, als wären die Opfer nicht nur von den Polizisten ermordet worden, sondern außerdem hierfür gezielt "importiert" worden. Bisher werden 4 Offiziere der Morde beschuldigt, außerdem hat die Staatsanwaltschaft die Aufhebung von Boskovskis Immunität beim mazedonischen Parlament beantragt. Es scheint äußerst unwahrscheinlich, daß einige Polizisten eine derartige Aktion auf eigene Faust planen und durchführen. Nicht nur, daß der mögliche "Gewinn" - Belobigungen und Beförderungen - in keinem Verhältnis zum möglichen "Verlust" - die Höchststrafe, der sie sich nun gegenüber sehen ist lebenslängliche Haft - steht, die nötigen Organisationsarbeiten gehen auch weit über das hinaus, was Polizisten möglich sein dürfte. Sowohl die "Anwerbung" der Opfer in Pakistan und deren Transport nach FYROM über eine Entfernung von mehr als 4.000 Kilometern als auch die Beschaffung der bei den Ermordeten "gefundenen" schweren Waffen - jeweils mit der damit verbundenen Gefahr der Entdeckung und den entstehenden Kosten - macht einen Alleingang "auf eigene Rechnung" mehr als unglaubwürdig. Was hier passiert ist, ist genau das Szenario, von dem "Verschwörungstheoretiker" immer wieder sprechen und wegen dem sie immer wieder als "Spinner" bezeichnet werden: die gezielte Ermordung von Menschen durch staatliche Stellen um so eine Terrorgefahr "simulieren" zu können.

Geschrieben von: G.Karawasis


Die Weltweit größte Sammlung über die Bulgarische Abstammung FYROMs

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100 Autoren, unter Ihnen Historiker, Sprachforscher,Diplomaten,Politiker, Augenzeugen und viele andere.
15Ο Bücher voller Beweise über das was wir alle bereits Wissen… die Vorfahren der heutigen FYROMer fühlten sich und alle Welt sah Sie auch so-als Bulgaren und nicht als nachfahren Alexanders des Großen!

Diese Riesige Sammlung wurde vom Autor PTOLEMY mit Unterstützung von Leuten von HISTORY-OF-MACEDONIA.COM und Mitgliedern von MACEDONIAONTHEWEB.Vielen Dank dafür an allle beteiligten. Sehen Sie hier die Liste die noch weiter Vervollständigt wird.

Quelle: HISTORY-OF-MACEDONIA.COM

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Donnerstag, 30. April 2009

Europäische Union – Kontraproduktivität der ehemaligen jugoslawischen Republik (FYROM)

Geschrieben von P.Raftakis -- makedons.de

Die Europäische Union distanziert sich vom Vorhaben der Regierung der ehemaligen jugoslawischen Republik (FYROM), eine statue Alexanders des Grossen auf dem Hauptplatz im Zentrum Skopjes aufzustellen. <“Es ist nicht die Aufgabe der Europäischen Union die Entscheidung der Regierung in Skopje zu kommentieren. Allerdings fordern wir die Regierung in Skopje zur Teilnahme an den Verhandlungen im Rahmen der Vermittlung von Matthew Nimitz auf. Die Regierung in Skopje sollte jedoch jedes kontraproduktive Vorhaben, welche negative Einflüsse auf die Verhandlungen einbringen könnten unterlassen. So wie zum Beispiel die Umbenennung des Flughafens oder des EU-Korridors 10 in Alexander der Grosse. „> - So die Antwort des Vertreters der EU in der ehemaligen jugoslawischen Republik (FYROM) Ervan Fouere auf eine Frage über die bevorstehende Platzierung der Statue Alexanders des Grossen im Zenrum Skopjes.

Quelle: Naftemboriki

Mittwoch, 29. April 2009

Genung geografische Zuordnung im Term – Mazedonien

Geschrieben von P.Raftakis - www.makedons.de

Der Aussenminister der ehemaligen jugoslawischen Republik, Antonio Milososki , offenbarte seine Ansichtsweise im Namensstreit zwischen der ehemaligen jugoslawischen Republik (FYROM) und Griechenland, nachdem der UN-Vermittler M.Nimitz sich für die Einfrierung des Namensstreites ausgesprochen hat. Wie Nimitz erklärte, sollte der Namensstreit für die kommenden 20 Jahre eingefrorenwerden.
Griechenlands Aussenministerin Dora Bakogianni zeigte Kompromissbreitschaft und bot zur Unterscheidung zwischen dem historischen, antiken, griechischen Makedonien und der ehemaligen jugoslawischen Republik von Mazedonien, die geografische Zuordnung „Nord-Mazedonien“ als möglichen Kompromiss an. Antonio Milososki´s Äusserung ,dass in der Landesbezeichnung „Republik Mazedonien“ genug geografische Zuordnung zufinden sei, spiegelt die mangelnde Kompromissbereitschaft und die Vorgehensweise des Aussenministeriums der ehemaligen jugoslawischen Republik im Namensstreit wieder – den Term „Mazedonien“ ohne Unterscheidung zu dem antiken griechischen Makedonien im offiziellen Landesnamen zu führen.


Quelle: Focus Fen / Naftemboriki

Samstag, 25. April 2009

Zentrum für Vertreibungen - Keine Mazedonische Ethnie vor 1944

Wieso streuben sich die Griechen so sehr eine mazedonische Nation anzuerkennen? - fragen sich immer wieder viele Aussenstehende, die sich dem Ursprung dieses Streubens nicht richtig bewusst sind. Die griechsche Antwort lautet - Weil es keine mazedonische Ethnie, unabhängig vom griechischen Kulturkreis, vor 1944/45 exestiert hat! Eine weitere Quelle welche dies belegt ist das "Zentrum für Vertreibungen". Im folgenden Artikel ist ein Weblink zu einer Tabelle aus dem Zentrum für Vertreibungen aufgelistet. Eine "mazedonische" Ethnie vor der Ausrufung der künstlichen mazedonischen Nation der titoistischen Doktrin von 1944, ist auch hier nicht zu finden.

Auszug aus dem Zentrum für Vertreibungen:

Keine "Mazedonische Ethnie" vor 1944

Link zur Tabelle! Zentrum für Vertreibungen












* einschl. zus. 640.000 in die UdSSR Deportierter, die bis 1950 zu 37% umkamen (Reichling 29)
  1. zum großen Teil eher verdrängt als vertrieben
  2. nach erster Vertreibung 1940 vorübergehend zurückgekehrt
  3. darunter 2.000 Opfer der Verschleppung in die UdSSR
  4. 225.000 Sudetendt., 13.000 Karpatendt. in der Slowakei
  5. vor allem Opfer der Verschleppung in die UdSSR

Quellen und Literatur

  • *Arbeitskreis Dokumentation in der Donauschwäbischen Kulturstiftung: Verbrechen an den Deutschen in Jugoslawien. Die Stationen einesVölkermordes, München 1998
  • *Dieter Blumenwitz (Hg.): Flucht und Vertreibung, Köln uaO 1987.
  • *Katrin Boeckh: Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. Kleinstaatenpolitik und ethnische Selbstbestimmung auf dem Balkan, München 1996.
  • *Alfred Bohmann: Menschen und Grenzen. Bd.I: Strukturwandel der deutschen Bevölkerung im polnischen Staats- und Verwaltungsbereich, Bd.II: Bevölkerung und Nationalitäten in Südosteuropa, Bd.III:Struktrurwandel der deutschen Bevölkerung im sowjetischen Staats- und Verwaltungsbereich, Bd.IV: Bevölkerung und Nationalitäten in der Tschechoslowakei, Köln 1969-1975.
  • *Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa,Bde.I/1-V, o.O.1953-1961. zit. Dok.
  • *Dittmar Dahlmann/Gerhard Hirschfeld(Hg.): Lager, Zwangsarbeit, Vertreibung und Deportation, Essen 1999.
  • *Alfred Eisfeld: Die Rußlanddeutschen, München 1992.
  • *K. Erik Franzen:Die Vertriebenen. Hitlers letzte Opfer, München 2001.
  • *Naira Gelaschwili: Georgien. Ein Paradies in Trümmern, Berlin 1993.
  • *gfbv: Gesellschaft für bedrohte Völker
  • *Jan Gross: ...und wehe, du hoffst.. Die Sowjetisierung Ostpolens nach dem Hitler-Stalin-Pakt 1939-1941, Freiburg/Br.1988.
  • *Günther Häufele: Zwangsumsiedlungen in Polen 1939-1941, in: Dahlmann/Hirschfeld, S.515-533.
  • *Gunnar Heinsohn: Lexikon der Völkermorde, Reinbek 1998.
  • *Andrzej Paczkowsi: Polen, der "Erbfeind", in: St. Courtois u.a.: Das Schwarzbuch des Kommunismus, München 1998, S.397-429.
  • *pogrom. Zeitschrift für bedrohte Völker
  • *J. Otto Pohl: Ethnic Cleansing in the USSR, 1937-1949, Westport/London 1999.
  • *Georg v.Rauch: Geschichte der baltischen Staaten, München 1977.
  • *Peter Rehder (Hg.): Das neue Osteuropa von A-Z, 2. Aufl. ,München 1993.
  • *Gerhard Reichling: Die deutschen Vertriebenen in Zahlen. T I: Umsiedler, Verschleppte, Vertriebene, Aussiedler 1940-1985, Bonn 1986.
  • *Statistisches Bundesamt (Hg.): Die deutschen Vertreibungsverluste, Stuttgart 1958.
  • *Heinz Günter Steinberg: Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland im Zweiten Weltkrieg mit einem Überblick über die Entwicklung von 1945 bis 1990, Bonn 1991
  • *Yves Ternon: Der verbrecherische Staat. Völkermord im 20.Jahrhundert, Hamburg 1996.
  • *Pavlos Tzermias: Geschichte der Republik Zypern, Tübingen 1991.
  • *Steven Béla Várdy/ T. Hunt Tooley(Hg.): Ethnic Cleansing in 20th-Century Europe, New York 2003.
  • *Nicolas Werth: Ein Staat gegen sein Volk. Gewalt, Unterdrückung und Terror in der Sowjetunion, in: wie Paczkowski:, S.51-295.
  • *Zygmunt Wozniczka: Die Deportationen von Polen in die UdSSR 1939-1945, in: Dahlmann/Hirschfeld: S.535-552.
  • *Johann Wuescht: Jugoslawien und das Dritte Reich, Stuttgart 1969.
  • *Alfred M.de Zayas: Die Anglo-Amerikaner und die Vertreibung der Deutschen, 10.Aufl., Berlin 1998.
  • Quelle: Zentrum gegen Vertreibungen

Albanische Opposition setzt Regierung Gruevski unter Druck

Geschrieben von P.Raftakis makedons.de
Samstag, 25. April 2009

Ali AhmetiLaut Medienberichten in der ehemaligen jugoslawischen Republik (FYROM), setzt die albanische Minderheitsopposition - Demokratische Union für Integration" (DUI) von Ali Ahmeti, die Regierung der VMRO-DPMNE in Skopjie in Hinblick auf eine baldige Lösung im Namensstreit unter Druck. Wie Ali Ahmeti erlärte erwartet er von der Regierung der VMRO-DPMNE einen baldigen Kompromiss im Namensstreit.

„Die DUI wird nicht länger viel mehr Toleranz in dieser Frage aufbringen können und ebenso wird sie nicht länger passiv und mit überkreuzten Händen daneben stehen. Für die albanische Bevölkerung in FYROM ist es sehr wichtig, ein Mitglied der NATO zu werden“ – So Ali Ahmeti. Laut weiteren Meldungen der „DUI“ kristalisierte sich heraus, dass die albanische Mindeheitsopposition der Regierungskoalition der VMRO-DPMNE ,eine Frist bis zum kommenden Herbst für die Lösung im Namensstreit mit Griechenland gegeben hat. Wie die Zeitung Ntnevnik der ehemaligen jugoslawischen Republik (FYROM) in einem Ihrer Artikel mit dem Titel „ DUI die Zeit für den Namen ist gekommen“ berichtet, meldet sich die albanische Minderheitsopposition zum ersten mal im Hinblick auf die Namensfrage. Die „DUI“ wendet sich direkt an die Regierung Gruevski mit dem Apell, endlich Kompromissbereitschaft in der Namensfrage zu zeigen und das Land nicht weiter in die Isolation zu führen.

Quelle: APE-MPE /Ntnevnik / Naftemboriki

Montag, 20. April 2009

FYR-Macedonien braucht nicht auf ein beitritt in die NATO hoffen

Holland Botschafter Simone Philippine steht zu Griechenlands VETO.

FYRMazedonien-Skopje braucht nicht zu hoffen, dass die NATO ihre Regeln über den Beitritt Skopjes in der NATO ändert. Bevor FYROM (
Former Yugoslav Republic of Macedonia) oder auch ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien den Namen Streit mit Griechenland nicht löst.
Das sagte Hollands Botschafter Simone Philippine in FYRMazedonien, in einem Interview mit Radio Free Europe .
Hollands Botschafter Simone Philippine betonte weiterhin das es keinen ernsthaften Dialog in der NATO über den Beitritt Skopjes gebe, desweiteren sagte
Philippine,
"
die Mitgliedstaaten der NATO bilden eine Organisation, die auf Konsens aufbaut, und sie definiert ihre gemeinsamen Interessen dementsprechend, es gibt keinen Grund dies zu ändern. Wir können nur Staaten aufnehmen wenn alle mitglieder der Organisation damit einverstanden sind, das sei bei Skopje nicht der Fall.
Meiner Meinung nach ist der Name Streit das einzige Hindernis die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien in die NATO aufzunehmen. Die Integration Skopjes in die NATO kann erst fortgesetzt werden wenn dieser streit behoben ist".
Wie es sich zeigt ist nicht nur Griechenland gegen ein beitritt von FYRMacedonian Skopje in die NATO sonder auch mit Holland, Frankreich, Italien, Spanien, schon eine ganze reihe von wichtige Mitgliedsstaaten.
Damit werden auch die ständige Falschmeldungen von Skopjes President Nicola Gruevski als lügen entlarvt in dem er immer wieder betont das Griechenland als einzigstes NATO Mitglied gegen den beitritt Skopjes in der NATO sei.

Dienstag, 14. April 2009

Keine Namenslösung, kein Beitritt FYROMS - EU hat gelernt Instabilität nicht zu Importieren


Der Westbalkan drängt in die EU. Die Hoffnung: Europa exportiert Stabilität. Die Gefahr: Europa importiert Instabilität.


Vom Balkan ist es nicht weit zum Schlagwort der Balkanisierung. Darunter ist laut „Brockhaus“ die „Zerstückelung größerer politischer und wirtschaftlicher Einheiten sowie die damit verbundene politische Instabilität in der betreffenden Region“ zu verstehen. Wie wahr. Und die Instabilität hört mit der Aufsplitterung in Kleinstaaten nicht auf, das zeigt gerade der Zerfall Jugoslawiens: vergiftete Nachbarschaften, wohin man blickt.
In Slowenien und Kroatien schwappen die Emotionen hoch, wenn das Thema der Grenzziehung zwischen den beiden Staaten berührt wird. Slowenien will an seiner Küste die Zufahrtswege zum Hafen und der Bucht von Koper als eigene Hoheitsgewässer gesichert wissen, Kroatien besteht aber darauf, dass diese Gewässer zu seinem Hoheitsgebiet gehören.
Jetzt rächt es sich, dass der Konflikt nicht vor dem Beitritt Sloweniens zur EU gelöst wurde !!!. Brüssel hätte dies als Bedingung für die Aufnahme Sloweniens stellen können. Der Streit begann gleich 1991 nach der Unabhängigkeit der zwei Staaten von Jugoslawien, er ist trotz vieler Verhandlungen bis heute nicht gelöst. Kroatien möchte den Internationalen Gerichtshof in Den Haag entscheiden lassen, Slowenien sperrt sich.

Slowenien droht mit Veto

Es droht, mit seinem Veto die EU-Integration Kroatiens zu verhindern – und hat damit den Konflikt in die EU getragen. Brüssel hat reagiert und mit Friedensnobelpreisträger Martti Ahtisaari einen hochkarätigen Vermittler bestellt. Man nimmt den Konflikt also ernst. So wie den zwischen Griechenland und FYR-Mazedonien. Oder besser gesagt, zwischen Griechenland und der „Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien“ (englisch: FYROM). Der für mitteleuropäische Gefühlslagen überflüssige und lächerliche Namensstreit hat eine noch größere Intensität wie der Streit an der Adria. Griechenland möchte den Namen Mazedonien schützen, als Teil der eigenen Geschichte: „Alexander der Große“ war Grieche, kein Südslawe. Mazedonien möchte einfach Mazedonien heißen, bemüht aber ebenfalls „Alexander den Großen“ für seine Sache. Der Namensstreit wurde zum Hindernis für die Annäherung Skopjes – das schon Kandidatenstatus hat, an die EU und an die Nato. (wäre da nicht das VETO der Griechen gewesen)
Die genannten Probleme zeigen, dass mit der Integration neuer Mitglieder auch alte, schwelende Konflikte in die EU geschleust werden können. Um weitere Konflikte zu vermeiden, lohnt es sich also, bei den künftigen Kandidaten des Westbalkans – FYRMacedonien, Serbien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, und Albanien – genau hinzusehen. Und schon im Vorfeld auf Lösungen zu drängen.

Nationalisten zündeln weiter

Mit Albanien und Montenegro ergeben sich zur Zeit keine Probleme. Nach wie vor schwelt jedoch der Kosovo-Konflikt, der sogar die Union gespalten hat, denn fünf der 27 EU-Staaten haben die „Republik Kosova“, die sich am 17. Februar 2008 für unabhängig von Serbien erklärte, nicht anerkannt. Belgrad will den Kosovo nicht aufgeben und kämpft gegen dessen Unabhängigkeit an jetzt mit diplomatischen statt militärischen Mitteln. Solange aber Serbien die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt, wird es schwerlich Ruhe in der Region geben können.
Zwar hat Serbien mit der Unterzeichnung des Abkommens von Dayton 1995 Bosnien und Herzegowina diplomatisch anerkannt, doch starke patriotische Kräfte in der bosnischen Teilrepublik „Republika Srpska“ und in Serbien selbst wollen sich mit dem jetzigen Status des Landes nicht zufriedengeben und zielen auf die territoriale Teilung von Bosnien und Herzegowina.
Während Zagreb den bosnischen Kroaten mittlerweile klar signalisiert hat, eine Teilung Bosniens und der Anschluss eines kroatischen Teilstückes an Kroatien käme nicht in Frage, bleibt die Position Belgrads ungenau. Und schafft so Unsicherheiten in Bosnien. *(Es ist auch verständlich das Serbien ungenau bleibt, schließlich hat man das Kosovo das Völkerrechtlich zu Serbien gehört einfach weggerissen, ohne den weg der UN zu gehen !!!. Es ist also verständlich das wenn man das mit dem Kosovo machen kann, wieso dann nicht auch in Bosnien?)
Trotz dieser Unklarheiten in Bezug auf Bosnien und den Kosovo drängen viele politische Kräfte in Brüssel darauf, Serbien so schnell wie möglich in die EU zu integrieren, manche sprechen sich sogar für eine Integration gleichzeitig mit Kroatien aus. Im Rahmen eines „Pakets“ könnten dann auch die anderen Staaten der Region in die EU rutschen. Doch dagegen steht, dass nicht alle Staaten gleichzeitig die Bedingungen im Hinblick auf die Reformen der Wirtschaft und des Justizsystems erfüllen können.


Keine „weißen Flecken“

Einigkeit herrscht in Brüssel darüber, dass man aus strategischen und politischen Gründen keine „weißen Flecken“ in Südosteuropa bestehen lassen kann. Die Aussicht auf Integration in die Gemeinschaft hat in den vergangenen zehn Jahren immerhin eine gewisse Stabilität in die Region gebracht. Die Kriegsgebeutelten Menschen der betroffenen Staaten wollen in die EU, nicht nur aus wirtschaftlichen Interessen. Sie fühlen sich in EU und Nato sicherer, sie wollen mehrheitlich den Aufbau eines Rechtsstaats, gegen den Widerstand nationalistischer Extremisten und der organisierten Kriminalität. Und sie wollen als gleichwertige Europäer anerkannt werden und frei reisen können.
Beim Wahlsieg der Demokratischen Partei in Serbien spielte die Attraktivität der EU eine große Rolle. Es erfordert nun viel Geschick, Serbiens Bevölkerung entgegenzukommen, zugleich aber auch die Lösung der Konflikte hinsichtlich des Kosovo und Bosniens einzufordern. Sonst droht die nächste Überforderung der EU. ?

23.03.2009
von Erich Rathfelder (Die Presse -
diepresse.com)
* Kommentar MakedoniaTotal.blogspot.com