Macedonia News Agency - Nachrichten die man nicht überall findet! Nachrichten über die Geschehnisse auf den Balkan,Griechenland,Zypern,Türkei und das Ägäische Meer. Dazu eine zusätzliche Initiative gegen den versuch der EJRM (Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien), Hellenische Geschichte und deren Namen "MAZEDONIEN" zu Klauen und damit Geschichte zu Fälschen, den es gibt keine Republik Mazedonien !!! (siehe UN)
Montag, 3. Mai 2010
Das Hellas-Komplott
Es waren Sätze voller Verzweiflung, die der EU-Kommissar an einem Tag im März in die Welt setzte. "Ich will wissen, wer das getan hat!", sagte Michel Barnier. "Ich will es verstehen!"
Wohl selten zuvor hat ein EU-Bürokrat so menschlich und allgemein verständlich ausgesprochen, was Millionen Europäer zu dem Zeitpunkt fühlten. Ja, wer hatte das getan? Wer hatte Griechenland und Europa und seine Währung angegriffen? Wer spekulierte seit Monaten gegen das Land, setzte Milliarden auf dessen Zahlungsunfähigkeit?
Die Sätze des Binnenmarktkommissars waren ein Hilferuf. Seit Wochen hielt die Griechenland-Krise den alten Kontinent in Atem, und immer wieder klagte die Regierung in Athen, klagten Brüsseler Bürokraten, Minister, Banker, Währungshüter, Kolumnisten und Blogger, das Ganze sei ein böses Werk von Spekulanten.
Ein wenig war es wie in George Lucas' Epos "Der Krieg der Sterne". Alle spürten die dunkle Seite der Macht, aber keiner wusste, wer und wo Darth Vader ist. Sicher, es gab Gerüchte: Große Hedge-Fonds in den USA sollten ein Komplott geschmiedet haben, Investmentbanken ihr Spiel spielen - genaue Daten aber gab es nicht. Denn der Markt für CDS, für Kreditausfallversicherungen, und auch der Anleihemarkt sind so transparent wie ein Milchglas.
Doch kann von Tätern überhaupt die Rede sein? Reagiert der Markt nicht erst auf die Lage eines Landes, das sich heillos verschuldet und das wahre Ausmaß verschwiegen hat? Oder sind es die Spekulanten, die sich wie die Spinne aufs Insekt stürzen, das sich im Netz verfangen hat?
Es ist eine Diagnose, die viele aus dem Bauch fällen, und deshalb hat sich Europa in den vergangenen Monaten gespalten - in die, die Griechenland helfen wollen, und jene, die es für den Sündenfall halten. Auf der einen Seite Deutschland, wo viele Griechenland am liebsten aus der Euro-Zone werfen würden, in ihrem harten Vorgehen zaghaft unterstützt von den Niederlanden und den skandinavischen Ländern. Auf der anderen Seite Frankreich und die Südländer Spanien, Italien und Portugal, auch "Club Med" genannt, die Griechenland bedingungslos beispringen wollen.
Verletzungen hat es deshalb gegeben, die Deutschen haben die Griechen als faul und korrupt bezeichnet, die Griechen haben die Nazi-Karte gespielt und zum Boykott deutscher Produkte aufgerufen.
Schutzlos hat sich dieses Europa gezeigt, uneins und hilflos.
......
Schock und Entsetzen
Wenige Monate zuvor, es ist Mitte Dezember, sitzt in Athen ein entschlossener Mann in seinem Büro und spricht über die Schmerzen seines Volkes: "Jede Demonstration findet direkt vor meinen Augen statt", sagt er und zeigt durchs Fenster auf den Syntagma-Platz, den "Platz der Verfassung", wo in der griechischen Hauptstadt fast alle großen Proteste beginnen. "Da weiß ich genau, wie die Stimmung im Volk ist."
Giorgos Papakonstantinou hat beschlossen, seinem Land wehzutun. Erst seit zwei Monaten ist er Finanzminister, 48 Jahre alt, ein Ökonom, der an der London School of Economics studiert hat. Als er im Oktober den wohl schlimmsten Job in Griechenland übernahm, hatte er vor Zuversicht gestrotzt: "Ich begehe keinen politischen Selbstmord", verkündete er. "Ich bin einfach fest davon überzeugt, dass wir Erfolg haben können." Vor ihm lag das Unmögliche: Ein Staatsdefizit von 12,7 Prozent, er musste Milliarden aus dem Haushalt pressen.
Inzwischen ist es kurz vor Weihnachten, schwere Ringe liegen unter seinen Augen, die Nachrichten werden immer schlechter. Die Ratingagentur Fitch hat sein Land zweimal herabgestuft, bald werden S&P und Moody's folgen. Und im fernen Berlin sitzt sein deutscher Kollege, Wolfgang Schäuble, und verkündet kalt: "Wir Deutschen können nicht für Griechenlands Probleme zahlen."
Papakonstantinou gibt sich kämpferisch: "Wir wollen bis 2012 die Schuldenexplosion in den Griff bekommen", sagt er. Was er nicht ahnt: Es ist ziemlich egal, wie groß sein Sparpaket werden würde. Griechenland würde den Kampf am Anleihemarkt verlieren - und die Deutschen würden zahlen.
Einer hat gequatscht. Wolfgang Schäuble ist wütend. Nun ist in der Welt, was hatte geheim bleiben sollen. Es ist Anfang Februar, die Stimmung im neuen Jahr hat sich gedreht: Längst sehen die Deutschen ein, dass die griechischen Probleme auch ihre sind.
In Deutschland hat sich bis jetzt nur ein kleiner Kreis von Spitzenbeamten und Notenbankern mit dem Thema befasst. Nun sitzt der Minister mit den Finanz- und Haushaltspolitikern der Koalition zusammen. Ruhig und ernst, die Hände wie so oft in den Schoß gelegt, gibt Schäuble einen Lagebericht: Er habe mit EZB-Bankern gesprochen, mit Bundesbankpräsident Axel Weber und auch mit dem Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann. Alle hätten ihm gesagt: "Die Märkte auszutesten ergibt keinen Sinn." Die Folgen seien unabsehbar.
Man werde den Griechen wohl oder übel helfen müssen. Schäuble hat schon einen Plan: Gepoolte Kredite der Euro-Staaten in Kooperation mit dem IWF sollen Griechenland vor der Zahlungsunfähigkeit bewahren.
Die Abgeordneten sind schockiert. So hatten sie sich das neue Jahr, das nach einem missglückten Regierungsantritt endlich die Wende für Schwarz-Gelb bringen soll, nicht vorgestellt. Obgleich Schäuble nur einen kleinen Kreis informiert und alle um größte Verschwiegenheit bittet, verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Deutschland arbeitet an einem Notfallplan! Schon am nächsten Tag sind die wichtigsten Parlamentarier informiert - und alarmiert. Das werde "eine ganz schwierige Kiste", sagt ein führender Unionspolitiker. Es ist schließlich Michael Meister, der stellvertretende Unionsfraktionschef, der sich in der FTD öffentlich äußert. Die Nachricht geht um die Welt und bewegt die Börsen von Tokio bis New York.
Im Finanzministerium und Kanzleramt ist man entsetzt. Als Schäuble erneut die Fraktionsspitze unterrichtet, ist die Stimmung schlecht, Schäuble stinksauer, Meister zerknirscht. Ab sofort gelte ein striktes Sprechverbot, fordert Schäuble. Es ist nur ein erster Vorgeschmack auf die Konflikte zwischen Finanzminister und den Abgeordneten.
These vom Angriff aus Amerika
Jean Quatremer muss ein paar wichtige Informationen loswerden. Der Brüsseler Korrespondent der französischen Zeitung "Liberation" will zwar keine Namen nennen, aber er ist so erregt, das er etwas schreiben muss. "Mit jedem Tag wird immer klarer, dass US-Banken und Hedge-Fonds auf einen Bruch der Euro-Zone spekulieren", sprudelt es am 6. Februar in seinem Blog aus ihm heraus. Ihr Vorbild sei George Soros, der Anfang der 90er-Jahre erfolgreich gegen das britische Pfund wettete.
"Zuverlässigen Informationen von Banken und Behörden zufolge, die ich am Freitag erhalten habe", schreibt Quatremer weiter, "stecken eine US-Investmentbank (die von der Bankenrettung profitiert hat) und zwei große Hedge-Fonds hinter den Attacken auf Griechenland, Portugal und Spanien. Ihr Ziel: viel Geld verdienen, indem sie Panik schüren, damit sie von Griechenland mehr Geld verlangen können." Die Motive, die er nennt, klingen aberwitzig: Die Hedge-Fonds seien wütend, weil sie nur einen Bruchteil der griechischen Anleihe bekommen hätten, die das Land Ende Januar platziert hatte.
Quatremers Verdacht rast durchs Netz, in dem seit Tagen allerlei Verschwörungstheorien kursieren. Spekuliert wird nun über Spekulanten. Auf Zerohedge.com fragt ein Blogger: "Gibt es eine konzertierte Aktion, um Griechenland zu zerstören?" Im deutschen "Spekulantenblog" schreibt ein Autor, dass die CDS-Raten entweder "Zeichen einer blanken Panik" seien - oder aber "ein gezielter Angriff auf den CDS-Kurs".
Auch offizielle Münder sprechen über die Attacke: "Griechenland steht im Zentrum eines beispiellosen spekulativen Angriffs", klagt Ministerpräsident Giorgos Papandreou: "Und das wird unsere Wirtschaft abwürgen."
In das Bild passt eine weitere Geschichte, die kursiert: Ende Januar soll eine denkwürdige Delegation nach Griechenland gereist sein, angeführt von Goldman Sachs. Im Schlepptau Investoren, darunter die Hedge-Fonds Citadel Investment Group aus Chicago und Eton Park Capital Management aus New York. Auch der ewige John Paulson soll zwei Mitarbeiter geschickt haben, berichtet die Financial Times, was alle Teilnehmer nicht kommentieren. Sie treffen den stellvertretenden Finanzminister und Vertreter der Notenbank - und stellen strenge Fragen zum Zustand des Landes. "Viele haben sich gefragt, was die da wohl machen", wird ein hochrangiger Banker zitiert.
Zumal Goldman und Griechenland bereits für ganz andere Schlagzeilen gesorgt haben: Demnach hatte die Investmentbank dem Pleitekandidaten geholfen, seine Haushaltszahlen mit komplexen Finanztransaktionen aufzumöbeln.
Griechische Medien berichten, dass die Regierung sogar den Geheimdienst EYP eingeschaltet habe, um dem Verdacht nachzugehen - was Athen dementiert, aber immerhin einräumt, dass man versuche herauszufinden, "wo diese spekulativen Spiele ihren Ursprung haben".
Also nicht nur Teufelswerk?
Die These von dem Angriff aus Amerika ist endgültig in der Welt.
Nach den Daten des US-Abwicklungshauses DTCC hat der Umsatz mit CDS auf Griechenland, Spanien und Italien Ende Januar einen Rekord erreicht. Allein das Volumen neuer CDS-Kontrakte auf Griechenland verdreifachte sich auf über 16 Mrd. $. Im Februar sinkt die Summe zwar wieder auf 7 Mrd. $, liegt aber noch massiv über dem Niveau vom Jahresanfang.
Die griechischen Medien nennen auch Namen: Pimco, der weltgrößte Anleihefonds, Europas größter Hedge-Fonds Brevan Howard und John Paulson hätten sich an der Spekulation beteiligt. Paulson und Pimco äußern sich nicht zu dem Verdacht, Brevan Howard lässt verlauten, dass der Fonds seit Mitte Dezember keine Positionen halte, die von Verlusten griechischer Bonds profitieren würden.
Auch andere Hedge-Fonds signalisieren, dass sie sich hauptsächlich vor Weihnachten eingedeckt hätten - und nun Gewinne bei griechischen CDS mitgenommen hätten.
Ein Teil der Meute ist weitergezogen: Einige Fonds sind auf spanische CDS umgestiegen, die günstiger bewertet sind. Es sind, sagen Experten, vor allem Banken und Vermögensverwalter, die sich auf dem CDS-Markt gegen Zahlungsausfälle absichern. Ausstehende Bonds im Wert von 300 Mrd. Euro zwingen die Investoren, sich zu wappnen.
Also doch nicht nur Teufelswerk?
Im fernen New York, ebenfalls im Februar. In einer feinen Privatwohnung in Manhattan treffen sich am 8. des Monats ein paar Herren zu einem "Idea Dinner", Gastgeber ist die Broker-Firma Monness, Crespi, Hardt, die bisher nicht als Währungsexperten aufgefallen ist. Es gibt mit Zitrone gegrilltes Hühnchen und Rinderfilets - und jede Menge Themen: Griechenland, der Euro, Gold.
Das "Wall Street Journal" nennt die großen Namen: Anwesend sind die Hedge-Fonds-Titanen SAC Capital Advisors, Soros Fund Management, Greenlight Capital, Brigade Capital und - natürlich - Paulson & Co.
Keiner der Genannten dementiert, keiner kommentiert das Treffen. Donald Morgan von Brigade Capital sagt in die Runde, dass die griechische Schuldenkrise einen Dominoeffekt auf alle Staatsschulden haben könne. Auch David Einhorn von Greenlight, einer der frühen Skeptiker von Lehman Brothers, meldet sich zu Wort, sagt, er sei inzwischen in Gold investiert. Wortführer aber ist SAC-Capital-Manager Steven A. Cohen, und er hat vor allem eine Idee: Er drängt seine Kollegen, auf einen Kursverlust des Euro zu setzen: Die Währung, so die These, könne sogar die Parität zum Dollar erreichen.
Ein perfides Spiel
Der Euro hat da bereits deutlich an Wert verloren. Anfang Dezember war ein Euro noch 1,50 $ wert, zu diesem Zeitpunkt sind es nur noch 1,37 $. Auch die Nettoverkaufspositionen an den Terminmärkten steigen in den Tagen rapide. Just in der ersten Februarwoche klettert die Anzahl der Kontrakte, mit der Händler an der Chicago Mercantile Exchange (CME) auf einen Kursverfall des Euro wetteten, auf 40.000 oder eine Gesamtsumme von 7,6 Mrd. $ (5,6 Mrd. Euro) - der höchste Wert seit Einführung der Gemeinschaftswährung. Bis Ende Februar erhöht sich das Volumen auf 8,9 Mrd. Euro.
"Der Euro steht unter massivem Druck von Spekulanten", sagt Paul Kavanaugh, ein Analyst bei PFGBEST. "Und das lässt sich auf das Treiben der Hedge-Fonds zurückführen." Zumal die Daten der Chicagoer Börse nur einen Bruchteil des Marktes abbilden. Der größte Teil des Devisenhandels findet außerbörslich statt.
Vielleicht wären die Äußerungen von dem gemütlichen New Yorker Dinner für immer geheim geblieben - wenn der Gastgeber sie nicht in einer Studie zusammengefasst und an Hunderte Hedge-Fonds geschickt hätte. "Es gab viele Telefonate zu den Euro-Wetten und auch weitere Treffen", bekennt Charles Gradante, Gründer der Hennessee Group. An dem Angriff seien große und kleine Hedge-Fonds beteiligt, aber auch europäische Banken, Versicherungen - und Staatsfonds aus Dubai, Indonesien und Japan.
John Paulson, berichten US-Medien, habe immer wieder Dutzende von Banken angerufen, um seinen "Pessimismus zu Griechenland" kundzutun. Auch George Soros warnt lautstark, die Euro-Zone könne auseinanderbrechen.
Es ist ein perfides Spiel: Die Stimmung wird aufgeheizt, in Hintergrundzirkeln, an Telefonen, in Interviews - und mit Währungswetten an der Panik verdient. "Das ist die Gelegenheit, jede Menge Geld zu machen", sagt Hans Hufschmid, Chef von GlobeOp Financial Services.
Es ist nicht illegal, wenn Hedge-Fonds gleiche Wetten abschließen. Problematisch wäre es, wenn sie konzertiert handelten. Ein solches Vorgehen wird bis dahin von den Aufsichtsbehörden nicht beanstandet.
Immerhin, das US-Justizministerium leitet eine Untersuchung wegen möglicher Absprachen ein - und fordert die Teilnehmer des Dinners auf, ihre Handelsdaten nicht zu vernichten. "Es wird extrem schwer, ihnen illegales Verhalten nachzuweisen", sagt John Coffee, Juraprofessor an der Columbia University. Die vermeintlichen Verschwörer geben sich selbstsicher "Das ist politische PR", spottet Charles Biderman, ein Hedge-Fonds-Lobbyist.
Sätze, die Milliarden bewegen
Zurück in Europa, drei Tage später, der 11. Februar, ein klarer, kalter Wintertag in Brüssel, an dem Europa Griechenland, seine Währung und irgendwie sich selbst retten will.
Und ausgerechnet jetzt diese Panne mit dem Mikrofon. Herman Van Rompuy, der EU-Ratspräsident, soll die Erklärung verlesen, an der über Stunden mühsam gefeilt wurde. Doch erst ist er nicht zu hören, und dann verhaspelt er sich noch, dabei werden seine Sätze Milliarden bewegen.
Ohnehin ist der Tag nicht wie geplant verlaufen. Van Rompuy wollte in den historischen Räumen der Bibliothek Solvay nahe dem EU-Parlament in Ruhe über die Zukunft der Euro-Zone sprechen. Stattdessen beginnt alles Stunden später: offiziell wegen Flugverspätungen, inoffiziell, weil sich Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, Van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso erst mal allein den griechischen Premier Papandreou vorknöpfen wollten.
Als der sich dem EU-Regime unterwirft, ist der Weg frei für die erste von vielen Hilfserklärungen, die der Kontinent in den kommenden Wochen zu hören bekommen wird.
Und Merkel, die sich immer noch sträubt, sagt einen Satz, der ebenfalls hundertfach variiert werden wird: "Griechenland wird nicht allein gelassen. Aber es gibt Regeln, die müssen auch eingehalten werden."
Der Erfolg an den Märkten bleibt aus, die meisten merken schnell, dass die Hilfserklärung reichlich unkonkret ist. Merkel vergleicht den Beschluss zwar mit ihrer Garantieerklärung für alle deutschen Sparkonten vom Oktober 2008. Damals haben die Deutschen ihrer Kanzlerin geglaubt.
Nun glaubt niemand so recht daran.
Nur die Kanzlerin spielt nicht mit
Keine Frage, es tut weh. "Gott helfe uns", ruft "Apogevmatini", eine konservative Zeitung aus Athen. Kein Geld für den Konsum! Nicht nur der Kleinhändler, auch der Mittelstand wird aussterben! "Der 3. März wird uns unvergesslich bleiben", schreibt die linksliberale "Eleftherotypia". Und die regierungsnahe "Ethnos" spricht gar vom "Jüngsten Gericht". Was ist passiert?
Die Regierung hat Anfang des Monats ein neues Sparpaket vorgelegt, 4,8 Mrd. Euro will das Land noch mal sparen, das sind zwei Prozent des BIPs, ungeachtet der Proteste im ganzen Land. Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst, eine höhere Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte, höhere Steuern auf Kraftstoffe, Tabak und Alkohol, die staatlichen Renten werden eingefroren.
Griechenland will zeigen, dass man es ernst meint. Ministerpräsident Papandreou bricht zu einer kleinen Odyssee auf, er besucht Merkel, Sarkozy, dann geht es weiter in die USA, zu Barack Obama. Zumindest Frankreich hat er voll auf seiner Seite. "Ich will klar sagen, dass die Euro-Länder ihre Pflicht erfüllen werden, sofern es die Situation gebietet", versichert Sarkozy. "Wir stehen bereit und sind entschlossen." Auch die Griechen geben sich entschlossen. "Ein Szenario, in dem Hilfe nötig sein wird, wird nicht Wirklichkeit werden", sagt Notenbankpräsident Georgios Provopoulos. Das Land habe gezeigt, dass es zu "mutigen Schritten" bereit sei, außerdem habe man ja gerade erfolgreich eine zehnjährige Staatsanleihe platziert. "Ab jetzt wird der Druck abnehmen."
Provopoulos irrt. Das große Wetten geht weiter. Die Risikoaufschläge auf Bonds der Hellenen steigen wieder. Während das Land mit Generalstreiks überzogen wird, einigen sich am 15. März die Euro-Finanzminister auf einen Hilfsmechanismus. Zehn Tage später folgt der zweite EU-Gipfel.
Angela Merkel hat inzwischen ihre ganz eigene Griechenland-Rechnung. Ein Drittel ihrer Arbeitszeit, schätzt sie, verbringt sie schon mit dem Thema. Anderen geht es ähnlich. "Die Nächte sind kurz", sagt EU-Währungskommissar Olli Rehn. Der andere Teil von Merkels Rechnung lautet: Deutsche Steuergelder für griechische Renten kann sie weder der CDU noch den Wählern in Nordrhein-Westfalen vermitteln.
Eigentlich stand der Rettungsplan, und alle waren dafür, Wolfgang Schäuble, Sarkozy und EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Die Marschroute: Die globale Feuerwehr IWF bleibt außen vor, die EU bekommt das allein hin. Das ist eine Frage der Ehre.
Nur die Kanzlerin spielt nicht mit. Der IWF soll in den Hilfsmechanismus einbezogen werden. Es ist ein kleinster Kreis, der kurz vor dem EU-Gipfel die Solidarität für Griechenland auslotet: Nur Deutschland und Frankreich treffen sich, nicht einmal EU-Ratspräsident Van Rompuy darf dabei sein.
Trichet redet sich um Kopf und Kragen
Merkel pokert, bis Sarkozy nachgibt. D'accord, der IWF ist im Boot. Spaniens Ministerpräsident José Luis Zapatero, der den EU-Vorsitz führt, wird von Merkel am Telefon informiert, während sie zum Flughafen fährt.
In der großen Runde fragt er später zaghaft, ob es nun eine Art deutsch-französisches Direktorium in der EU gebe. Vertreter kleinerer Länder fühlen sich übergangen. Schnell wird eine Tagung der Euro-Gruppe vor dem Treffen aller Länder eingeschoben - als "Aperitif" vor dem Abendessen.
Das Ergebnis ist klarer als am 11. Februar. Den Griechen wird eine gemeinsame Finanzierung des IWF und aller Länder der Euro-Gruppe in Form bilateraler Hilfen versprochen. Deutschland hat sich auch bewegt: Der Hilfsantrag kann jetzt bei "unbefriedigender Finanzierung am Markt" gewährt werden und nicht nur, wenn das Land gar kein Geld bekommt. "Ein guter Tag für den Euro", verkündet die Kanzlerin. Eine "tragfähige und belastbare Lösung", sagt Jean-Claude Juncker, der Chef der Euro-Gruppe.
Merkel wirkt angespannt, als sie wie üblich spätabends im Hotel Amigo über den Tag berichtet. Seit ein paar Tagen heißt sie nur noch "Madame Non".
Jean-Claude Trichet redet sich um Kopf und Kragen. Fast anderthalb Stunden versucht der Notenbanker, Zuversicht zu verbreiten. Es ist der Donnerstag nach Ostern, Trichet hat zur Pressekonferenz in Frankfurt geladen, um die Märkte zu beruhigen.
So geht das seit Wochen: Alles, was Politiker oder Notenbanker tun und sagen, muss immer ein "Signal an die Märkte" sein. "Nach allen Informationen, die ich habe", sagt Trichet, "ist eine Staatspleite kein Thema." Aber: "Wir bleiben natürlich in Alarmbereitschaft."
Selbstmord aus Angst vor dem Tod
Die Bereitschaft des Marktes, sich zu beruhigen, ist gering. Den ganzen Tag verkaufen Investoren griechische Anleihen. Die Risikoprämien klettern auf 7,4 Prozent, ein neues Rekordhoch. Die Regierung in Athen greift zu drastischen Maßnahmen: Sie schließt den Handel in der Hauptstadt, um den Ausverkauf zu stoppen - was später als "technische Panne" deklariert wird.
Trotz des Kompromisses vom März ist vieles unklar. Die Sparauflagen für Griechenland - vier Prozentpunkte des Defizits pro Jahr - halten viele Ökonomen für Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Auch der Zinssatz, zu dem die Länder den Hellenen Geld leihen sollen, ist umstritten. Er soll "kein Subventionselement erhalten", lautet das Junktim. Für die Deutschen heißt das: ein Marktzins, etwa 7,5 Prozent. Völliger Quatsch wäre das, sagen andere, das würde das Land überfordern.
Trichet ist alarmiert, zumal er tags zuvor mit seinen Aussagen, zu welchem Zins Griechenland Geld bekommt, für Verwirrung gesorgt hat. Am 9. April ruft er den EZB-Rat zu einer Telefonkonferenz zusammen. Thema: die "neuen Entwicklungen".
Verzweifelt versuchen die griechischen Politiker, Optimismus zu verbreiten. Man liege "voll in der Spur" mit dem Sparplan, sagt Finanzminister Papakonstantinou. "Es gibt keinerlei Aussicht, dass Griechenland seine Schulden nicht wird bezahlen könne", versichert Louka Katseli, die Wirtschaftsministerin. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Statt 1,3 Prozent soll die Wirtschaft um drei Prozent schrumpfen. Und das Defizit soll statt 12,7 satte 14 Prozent betragen. Derweil räumen griechische Sparer ihre Konten ab.
Als Dominique Strauss-Kahn am Samstag im fensterlosen Raum R-710 vor die Presse tritt, will er keine Fragen zu Griechenland mehr beantworten. "Wir müssen warten, bis die Verhandlungen in Athen zu Ende sind", wiederholt der Chef des Währungsfonds immer wieder einsilbig. Als ihn ein griechischer Journalist auf die Ängste vieler seiner Landsleute anspricht, schmunzelt er: "Leider sind die Griechen nicht die Einzigen, die den IWF dämonisieren. Die griechischen Bürger müssen keine Angst vor dem IWF haben. Wir sind da, um zu helfen."
Und er muss helfen. Keine 24 Stunden ist es her, dass Ministerpräsident Papandreou von einem entfernten Eiland in der Ägäis aus um Hilfe gerufen hat. Vor einer Kulisse wie auf einer Postkarte, tiefblaues Wasser, ein verträumtes Boot, gleißende Sonne, eine Küste mit weiß getünchten Häusern. Davor ein alter Mann mit einem Blatt Papier.
Hilfe sorgt in Deutschland für Eruptionen
Nun tritt der Mechanismus in Kraft, den die EU-Länder am 11. April vereinbart haben. Bis zu 30 Mrd. Euro wollen sie bereitstellen, der IWF gibt weitere 15 Mrd. Euro. Deutschland müsste davon über 8 Mrd. Euro schultern, und der Zins beträgt rund fünf Prozent. "Madame Non" hat inzwischen "Ja, aber" gesagt.
Die Hilfe hat in Deutschland für Eruptionen gesorgt. Finanzminister Schäuble, der mit einem Kniff das Gesetz durch die Gremien schleusen wollte, hat einen Aufstand der Abgeordneten erlebt. Er gilt als angeschlagen, nicht nur politisch, zur IWF-Frühjahrstagung nach Washington schickt er seinen Staatssekretär Jörg Asmussen.
Das Hilfsgesuch hält am Wochenende die Finanzelite in Atem, die sich in Washington versammelt hat. Wie schlimm ist die Lage wirklich? Wie geht es jetzt weiter?
Viele versuchen, nach außen zu beruhigen. Es gebe "keinen unmittelbaren Refinanzierungsbedarf" für Griechenland, deshalb sei auch "keine Hektik erforderlich", sagt Asmussen am Freitag. Mit Bundesbankchef Axel Weber sitzt er im Roosevelt-Saal des noblen Ritz-Carlton und spricht über das anstehende Treffen der G-20. Es gibt Schokocroissants, belegte Bagels, Obst.
Trotz aller demonstrativen Ruhe überlagert das Thema Griechenland alles. Immer wieder schauen die Minister und Notenbanker sorgenvoll auf ihre Blackberrys und die Liveticker auf den Fernsehschirmen. Die Nervosität an den Märkten hat sich nur kurz gelegt. Die Anleger flüchten schon wieder aus griechischen Staatsanleihen, der Euro erlebt eine Berg-und-Tal-Fahrt.
Derweil wird eifrig zwischen Washington, Berlin, Brüssel, Athen und Frankfurt telefoniert: Immer wieder berät sich Asmussen am Handy mit Schäuble. In Frankfurt sitzt der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, der für die EZB die Gespräche mit Griechenland koordiniert.
In Athen ringen IWF-, EZB- und Kommissionsvertreter mit der Regierung um den Notfallplan. "Davon hängt jetzt alles ab, damit wir entscheiden können, wie es weitergeht", sagt einer aus dem G7-Kreis.
Alle spürten die dunkle Seite der Macht
Im Statement der G-20 am Freitag taucht Griechenland nicht auf. Sechs dicht bedruckte Seiten, kein Wort zu Griechenland. Ist das nicht eine Einladung an die Märkte?
Zumal andere längst wieder am Rechnen sind. Kanadas Finanzminister Jim Flaherty spricht davon, dass die 45 Mrd. Euro nach Einschätzung vieler wohl nicht reichen. Und die Deutschen? Sie winden sich schon wieder.
Wer ist's gewesen? In jedem Drama gibt es den guten Helden und den bösen. Bei Griechenland verschwimmen die Grenzen. Sicher, es gab Berichte über ein Komplott in New York, über geschürte Panik, mit der Geld verdient wird. Doch es waren auch Banken, Versicherungen und Vermögensverwalter, die das Spiel mitgespielt haben - manchmal, weil sie es mitspielen mussten. Sogar Unternehmen wie Coca-Cola haben gegen den Euro gesetzt - um ihre Dollar-Gewinne abzusichern.
Ende März wurde bekannt, dass sogar die staatlich kontrollierte griechische Postbank TT in Kreditausfallversicherungen investiert hat - sie kaufte CDS für 1 Mrd. Euro. Damit hat Griechenland selbst indirekt auf die eigene Pleite spekuliert. Eine schizophrene Welt.
Und so war es nur fast wie bei "Krieg der Sterne". Alle spürten die dunkle Seite der Macht. Aber es gab keinen Darth Vader. Mitarbeit: André Kühnlenz, Tobias Bayer
http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-das-hellas-komplott/50105927.html
Montag, 19. April 2010
Wahlen im besetzten Teil Zyperns- Türkische Hardliner in Führung
Zypern - Bei der Präsidentenwahl im türkisch Besetzten Teil Zyperns liegt der für die Unabhängigkeit eintretende Kandidat Dervis Eroglu in Führung.
Nach den am Sonntagabend veröffentlichten. Nach ersten Ergebnissen konnte Eroglu 50,36 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Für den bisherigen Amtsinhaber Mehmet Ali Talat stimmten 42,84 Prozent der Wähler. Bis dahin waren über 95 Prozent der Stimmen ausgezählt.
Zur Wahl des Präsidenten waren rund 160.000 türkische Zyprer aufgerufen. Vom Ausgang der Wahl hängt der weitere Verlauf der Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei ab. Der Wahlsieger muss mit den Griechen im Süden der Insel verhandeln. Der Griechische Teil Zyperns vertretet die Insel in der EU, somit ist abzusehen das ohne eine Einigung zwischen den beiden Volksgruppen, die unter anderem auch verlangt das die Türkische Besatzungs Truppen die Insel verlassen, es für die Türkei kein vorrankommen geben wird was das Thema EU Beitritt und Beitrittsverhandlungen angeht. Sicher ist, das Süd-Zypern den EU-Beitritt der Türkei blockieren wird.
Zypern ist seit dem Illegalen Einmarsch Türkischer Truppen im Jahr 1974 geteilt. Die Türkei ist der einzige Staat, der Nord-Zypern anerkennt.
Sonntag, 18. April 2010
BRINGT ES ZURÜCK - BRING THEM BACK!
Wir verlangen die Zurückgabe der Skulpturen des Parthenons, damit das Monument wiedervereinigt wird.
Wir, die Internet Benutzer, haben die Macht und die Fähigkeit die globale öffentliche Meinung zu mobilisieren. Unser Ziel kann in dieser Weise erreicht werden.Glauben Sie dass es gerecht ist? Wenn ja, helfen Sie dabei, dass es verwirklicht wird.
Sagen Sie Ihren persönlichen "BRING THEM BACK!"
http://www.bringthemback.org
Freitag, 26. März 2010
Griechenland besitzt 750 Kampfpanzer Typ Leopard
Schlappe zwei Milliarden Euro für Rüstungsgut
Die Krisengespräche, die der griechische Ministerpräsident Jorgos Papandreou kürzlich mit dem französischen Staatspräsidenten Sarkozy führte, haben ein rasches, für Frankreich erfreuliches Ergebnis gebracht: Vermutlich für die Zusage einer wohlwollenden Prüfung von Stützmaßnahmen für den schwer angegriffenen Athener Staatshaushalt kauft Griechenland in Frankreich Kriegsgut ein. Für schlappe zwei Milliarden Euro zunächst, Fregatten vom Typ FREMM; die von Sarkozy angestrebte Ablösung der veralteten Mirage-Kampfjets der griechischen Luftwaffe durch neue Flieger vom Typ Rafale und den Erwerb von Kampfhubschraubern Modell Super-Puma ließ Papandreou zunächst offen. Sechs FREMMs sind es, auf die sich die angeblich der türkischen Kriegsmarine unterlegene griechische Seestreitmacht freut (die gloriose französische Marine leistet sich nicht ein Stück mehr, dies nur nebenbei), und Griechenland bleibt, lobt die Pariser Tageszeitung Le Monde, die Nummer drei unter Frankreichs Rüstungskunden weltweit.
Zwei Milliarden Euro für Rüstungsgut, mitten in der dicksten Finanzkrise in der Geschichte des Landes. Der stellvertretende griechische Verteidigungsminister, Panos Beglitis, findet das irgendwie surrealistisch, wie er gegenüber Le Monde eingestand. Doch werfen wir einen Blick auf den real existierenden griechisch-türkischen Rüstungswettlauf der letzten Jahrzehnte, der es in sich hat. Vom Beitritt der beiden Ägäisanrainer zur NATO (1952) bis zum Ende der NATO-gesteuerten Obristendiktatur (1974) hatten die USA als Rüstungslieferant beide Länder fest im Griff und sie sorgten dafür, dass keine der beiden verfeindeten Seiten ein allzu großes Übergewicht bekam. Doch unter dem Eindruck des Zyperndesasters, das die USA zu Lasten der Griechen ausgehen ließen, begann eine gewisse Diversifizierung, Athen sah sich nach anderen Anbietern um, der Wettlauf geriet außer Kontrolle, die Hardliner des militärischen Establishments nahmen die Sache in die Hand und hielten dieselbe zugleich fleißig auf, wie nicht nur böse Zungen sagen. Die Folge unterm Strich: Seit 1974 Militärausgaben von 120 Milliarden Euro auf griechischer Seite, von den Beschaffungskosten für Waffensysteme bis zu den Betriebsausgaben (so hat letztens die Tageszeitung Eleftherotypia ausgerechnet). Was ja nicht eben wenig ist.
Hauptlieferanten, beiderseits der Ägäis, bekanntlich: außer den USA die großen Waffenschmieden der EU, und hier seit langem Klassenerster die BRD. Was auch die IG Metall gut findet und heftig protestiert, wenn, wie letztens geschehen, die Kanzlerin einen Teilauftrag an das Eurofighter-Konsortium zu stornieren verkündet, aber nichts dagegen hat, wenn Außenminister Westerwelle in Athen den Kauf von 60 der superteuren Flieger anmahnt (vgl. NRhZ Nr.237 v. 16.2.2010). Sollen doch die bankrotten Griechen den drohenden Arbeitsplatzverlust im bayrischen Manching kompensieren.
Panzerschlacht in Thrazien?
Wer sich hier fragt, warum die EU den Beitrittskandidaten am Bosporus zur Schlichtung des Disputs mit dem griechischen NATO-Nachbarn über die ägäischen Hoheitsgewässer nicht deutlich und kategorisch auf den Weg zum Internationalen Gerichtshof in Den Haag verweist, bevor sie überhaupt weiterverhandelt, dem mag ein Blick auf die Geschäftslage klarmachen, warum. Etwa 4,3% des BIP, so belehrte mich kürzlich ein Athener Amtsträger, gebe man in Griechenland immer noch für Wehrzwecke aus, das wäre der zweithöchste Satz in der NATO, nach den USA, und doppelt so viel wie in der BRD. Vier Milliarden Euro pro Jahr gingen im Durchschnitt für den Import von militärischem Großgerät drauf in den letzten Jahrzehnten, eine gewaltige Vernichtung materieller Ressourcen.
Über eine Armada von 1140 Panzern verfügt derzeit das griechische Heer (ein halbes tausend Schützenpanzer nicht gerechnet), mit Ausnahme von 390 M48 Pattons alles derzeit Fahrzeuge vom Typ Leopard - 750 Stück. Fast doppelt so viele Leos wie die Bundeswehr noch ihr Eigen nennt. Und die griechischen Panzerdivisionen stehen in Westthrazien einer noch größeren Panzerstreitmacht jenseits des Grenzflusses Evros gegenüber, deutsches Material ist natürlich auch dort zahlreich vertreten.
„Alle reden vom Frieden, wir nicht“
Alle Jahre wieder liegt dem Deutschen Bundestag der Jahresabrüstungsbericht vor. Schon der Titel ein einziger Hohn – geht er doch stets einher mit immer stolzeren Exportbilanzen der Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann und Konsorten. Die in der einschlägigen Bundestagsdrucksache indes verschämt verschwiegen werden, stolz vorgeführt werden sie dagegen auf den Aktionärsversammlungen der Konzerne. Die Griechen waren immer ein ganz, ganz großer Kunde (und sollen das, wie die Türken, weiterhin bleiben), auch wenn in letzter Zeit im Handelsblatt immer mal wieder von der sinkenden Zahlungsmoral der Athener zu lesen war. Und Thyssen-Krupp liegt mit Athen im Streit – wegen eines vorläufig stornierten U-Bootgeschäfts (vier U 214, Stückkosten ca. 400 000 Euro), Verhandlungen sind im Gange, Auskunft wird nicht erteilt.
Es gibt, daran sei erinnert, deutsche Exportrichtlinien fürs Waffengeschäft, und gelegentlich eine kleine Bundestagsdebatte, wenn mal wieder Panzer in ein Land mit einer sogenannten „Menschenrechtslage“ geliefert werden sollen. Doch irgendeine Ausnahmebegründung findet sich immer, vor allem bei Bündnispartnern. Es gibt auch die Vorschrift, „destabilisierende Waffenanhäufungen (zu) verhindern“. Aber eine solche Anhäufung vermag man an den waffenstarrenden Gestaden der Ägäis offenbar nicht zu erblicken. Doch wenn schon die deutschen Exportrichtlinien nicht greifen (die sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen) – es gibt auch solche aus Brüssel: den „Verhaltenskodex der EU für Waffenausfuhren“, und hier das Kriterium Nummer 8: die Vereinbarkeit der Rüstungsexporte mit der wirtschaftlichen Kapazität des Empfängerlandes. Auch dieses Kriterium auf sehr geduldiges Papier gedruckt. Quod erat demonstrandum – am griechischen Beispiel.
Eine Bonanza für die deutschen Rüstungskonzerne
Ach ja, und die NATO. Die hatte, und mit ihr der von Dwight D. Eisenhower so getaufte Militärisch-Industrielle Komplex, richtig Existenzangst, als das „Reich des Bösen“ 1989 so kampflos unterging. „Out of Area or out of Business“, lautete die panische Parole. Andere freuten sich auf Konversion und Friedensdividende, doch die freuten sich zu früh. Die NATO ging out of area, fand viele kleine Schurkenstaaten und so manche humanitäre Katastrophe zu bombardieren, die Geschäfte blühten schnell wieder auf. Und das Geschäft mit dem Wettrüsten an der Ägäis? Das blieb, als Konstante, erhalten, eine Bonanza für die Rüstungskonzerne, besonders die deutschen. Deshalb auch sieht man’s den Griechen großzügig nach, dass sie sich in Afghanistan nur mit einem symbolischen Kontingent sehen lassen.
Kürzlich erzählte mir ein griechischer Offizier diese wahre Anekdote: Auf einer NATO-Ratssitzung wurde ein Grieche gefragt, warum seine Leute die Freiheit der westlichen Welt nicht mit einer größeren Streitmacht am Hindukusch verteidigten. Das täten wir gern, erwiderte der Hellene, wenn ihr solange unsere territoriale Integrität an der Ägäis verteidigt. Der Rest war Schweigen, und das Thema vom Tisch. (PK)
quelle: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14843
Deutschland sollte die Griechen nicht verletzen
Deutschland sollte die Griechen nicht verletzen
Kreta im Sommer 1960: Die Deutschen sind da. Statt Sonnencreme haben sie Metermaß und Mundspiegel im Gepäck. Eine Kommission der deutschen Industrie ist in ein Bergdorf gekommen, um Gastarbeiter anzuwerben. Eine Stimmung wie auf dem Pferdemarkt, inklusive Blick ins Gebiss – nur die Stärksten werden genommen. Unter den Männern, die sich zur Untersuchung stellen, ist auch mein Vater. Drei Monate später schuftet er als Stahlarbeiter in Duisburg für das Wirtschaftswunder.
1960 ist Griechenland politisch zerrissen, die Wirtschaft liegt am Boden. Wer kann, sucht sein Glück anderswo. Heute ist das Land in einer ähnlich dramatischen Lage, auch wenn die Vorzeichen anders sind. Es hat sich enorm weiterentwickelt, doch wer jung ist und gut ausgebildet, geht ins Ausland.
Griechenland, mit seiner uralten Kultur und seinen herzlichen Menschen, ist ein Sanierungsfall. Jeder, der heute über Griechenland und die Krise des Euro redet, kennt die Horrorzahlen: 12,7 Prozent Haushaltsdefizit, fast 300 Milliarden Euro Schulden.
Auf dem morgigen Gipfeltreffen werden Europas Staats- und Regierungschefs diskutieren, ob es bilaterale Kredite geben wird. Mit Krediten bekommt man vielleicht die aktuellen Löcher gestopft, aber für eine nachhaltige Veränderung brauchen wir eine andere Art der Unterstützung:
Griechenland braucht substanzielle Hilfe zur Selbsthilfe. Konkret: Die EU sollte eine Kommission einsetzen, die sogenannte Good-Governance-Expertise in das Land bringt. Denn es mangelt bislang an guter Verwaltung und Rechtsetzung. Ein Beispiel ist das griechische Solarenergiegesetz – das modernste der Welt. Leider wird es nicht umgesetzt.
Eine Veränderung Griechenlands wird am ehesten über einen Mentalitätswandel erreicht, der von außen, aber von Griechen, beflügelt werden kann. Jetzt sind auch die rund sieben Millionen Auslandsgriechen bzw. die griechischstämmige Bevölkerung aufgerufen, Solidarität mit der alten Heimat zu zeigen und ihr Kapital zu investieren. Damit meine ich vor allem das intellektuelle Kapital. Laut DAAD hat ein beträchtlicher Teil der Professoren an griechischen Hochschulen bereits heute zumindest einen Teil seiner Ausbildung in Deutschland erhalten. Griechenland sollte mehr junge Akademiker dazu motivieren zurückzukehren.
In einem weiteren Schritt sollte Deutschland auf Griechenland zugehen und eingestehen, dass es durch den europäischen Binnenmarkt profitiert hat. Das deutsche Außenhandelsplus gegenüber Griechenland ist enorm. Deutsche Großhandelsketten aus der Lebensmittelsbranche haben heute in Griechenland fast eine Monopolstellung inne. Die Griechen sind nur noch „Zaungäste“ im eigenen Land. Warum entschließen sich diese Handelsketten nicht, mehr griechische Qualitätsprodukte ins Sortiment zu nehmen?
Deutschland sollte nicht mit „Stinkefingern“ oder einem Ausschluss des Landes aus der Eurozone aufwarten. Das verletzt die Griechen, die Deutschland bisher als einen verlässlichen Freund kannten. Und einen Freund sollte man in der Not nicht aufgeben, sondern seinen Willen zur Veränderung unterstützen.
Nur dann hätte auch Eleni eine Chance in ihrer Heimat ein Auskommen zu finden. Jahrelang habe ich vergeblich versucht, für meine beiden Töchter ein griechisches Au-pair-Mädchen zu finden. Erst mit dem Beginn der Finanzkrise sind auch Griechinnen bereit dazu. Für meine Töchter ist das großartig, weil sie so ihr Griechisch verbessern können.
Für Griechenland bedeutet das allerdings, das wir wieder da sind, wo wir in der Vergangenheit waren: Griechenland ist erneut zum Auswanderungsland geworden. Damit diejenigen, die heute das Land verlassen, wieder zurückkehren, sollten wir nicht tatenlos zusehen. Wir haben zu viel zu verlieren.
Der Autor ist Europaabgeordneter für die FDP und Präsident der Deutsch-Hellenischen Handelskammer.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.03.2010)
quelle: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Griechenland-Euro;art141,3064961
Mittwoch, 24. Februar 2010
Diplomatischer Zwischenfall FYROMs und Australiens wegen Griechenland

FYROM droht Australien damit bei der Wahl für einen Sitz zum Sicherheitsrat der UNO gegen Australien zu Stimmen, wenn die Australische Regierung nichts gegen den Kulturminister von Südaustralien Mike Rann zu unternehmen.
Mike Rann hatte es gewagt die Wahrheit auszusprechen das "FYROM die Griechische Geschichte und Kultur Stehlen tut".
Der Botschafter FYROMs Pero Stojanovski fühlt sich genau wie sein ganzes Land "gekränkt" und verlangt eine Entschuldigung von Herrn Rann.
"Ich glaube das was ich sage und werde mich nicht Entschuldigen" lautete die Antwort. Einen Tag vorher betonte Herr Ran "Ich werde weiter über Makedoniens Griechische Geschichte und Griechentum reden und lasse mir deswegen nicht den Mund knebeln, weil es etwas ist was ich glaube"!
Vor kurzem hat Herr Rann den Präsidenten FYROMs als "Verbreiter von Problemen mit einer sehr gefährlichen Art" beschuldigt.
Es gibt also doch noch Politiker die noch die Bewahrung von Geschichte und Kultur
Großschreiben! Herzlichen Dank dafür Herr Rann!
Montag, 21. Dezember 2009
Griechische Gemeinde in den USA erbittet Schutz für Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus

USA / Washington. Der orthodoxe Erzbischof von Amerika, Dimitrios, sowie einflussreiche Mitglieder der griechisch-orthodoxen Gemeinde in den USA fordern US-Präsidenten Barack Obama dazu auf, sich für den Schutz des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus, einzusetzen. In diesem Schreiben, das auch dem US-Vizepräsidenten Joe Biden sowie Abgeordneten und Senatoren übergeben wurde, heißt es u.a.: „Wir sind zutiefst beunruhigt um die Sicherheit des Ökumenischen Patriarchen. Wir würden es sehr schätzen, wenn Sie und Ihre Regierung etwas tun könnten, um Bartholoäus in diesen Tagen zu schützen.“ Vorangegangen war ein Interview des Ökumenischen Patriarchen mit dem US-Sender CBS. Darin hatte sich das Kirchenoberhaupt über eine „tägliche Kreuzigung in der Türkei“ beklagt. Außerdem werde man als „Bürger zweiter Klasse behandelt“. Hintergrund für diese Feststellung ist u.a. die seit fast 40 Jahren andauernde Schließung Orthodoxen Priesterseminars auf der Prinzen-Insel (Heybeliada), wodurch die Ausbildung des Priesternachwuchses für das Patriarchat unmöglich gemacht wird. (GZjh)
quelle:Griechenland Zeitung
Sonntag, 29. November 2009
Serbischer Außenminister erkennt FYR-Mazedonien nicht an
Protest ausgelöst
Belgrad, 20. November 2009 Wirbel um Aussagen von Jeremic: Er erkennt Mazedonien nicht an.
Der serbische Außenminister Vuk Jeremic hat erneut für einen diplomatischen Skandal gesorgt, wobei es diesmal um Mazedonien ging. Der serbische Chefdiplomat erklärte Anfang der Woche, dass Belgrad Verständnis für den Standpunkt Griechenlands zu dem Staat habe, dessen Hauptstadt Skopje sei. Jeremic vermied es damit, von "Mazedonien" zu sprechen, das in die UNO unter dem vorläufigen Namen "Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien" (FYROM) aufgenommen worden war.
Aus Protest gegen die Äußerung des Außenministers verzichtete der mazedonische Präsident Gjorge Ivanov, der auf Einladung seines serbischen Amtskollegen Boris Tadic am Donnerstag in Belgrad dem Begräbnis von Patriarch Pavle beiwohnte, dann darauf, einem von Jeremic für ausländische Gäste gegebenen Empfang beizuwohnen. Auch Tadic sah sich offenbar veranlasst, auf die Aussagen des Außenministers einzugehen. Serbien habe das Nachbarland unter seinem Verfassungsnamen - "Republik Mazedonien" - anerkannt und werde diesen Standpunkt nicht ändern, versicherte Tadic laut einer Aussendung seines Kabinetts am Donnerstagabend im Gespräch mit Ivanov.
Wirbel um Türkei-Sager
Erst Anfang des Monats war Jeremic durch eine undiplomatische Äußerung über die Türkei im Europaparlament aufgefallen. Wenn man gemeinsam mit der Türkei auf den EU-Beitritt warten müsse, "wäre das ein sehr schlechtes Signal an die Region, weil wir 500 Jahre unter den Türken gewesen sind und jetzt wieder mit denen im Wartesaal sein werden", wurde der Minister von Belgrader Medien zitiert.
Im April hatte Jeremic in Sarajevo für Unmut gesorgt. Er hatte das Nachbarland in einem Gespräch mit der "Washington Times" als "UNO-Protektorat, das von einem Vizekönig (dem Internationalen Bosnien-Repräsentanten, Anm.) verwaltet wird", bezeichnet. Es sei "bizarr" und "unlogisch", dass dieses Land im kommenden Jahr nicht-ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrats werden solle, meinte Jeremic damals. Bosnien-Herzegowina wurde unterdessen gewählt und soll dem Gremium ab Jahresbeginn angehören.
Athen sieht Gebietsansprüche
Im Vorjahr lieferte sich Jeremic auch Wortduelle mit dem kroatischen Präsidenten Stjepan Mesic. Als Mesic eine Stagnation bei den kroatisch-serbischen Beziehungen konstatierte, ließ Jeremic wissen, dass die Schuld daran ausschließlich bei Zagreb, dem "lautesten Befürworter" der Kosovo-Unabhängigkeit in internationalen Gremien, zu suchen sei.
Montag, 23. November 2009
Griechenland feiert Rehhagel
Freitag, 20. November 2009
Abhörrepublik Türkei
Von Kai Strittmatter, Konstantinopel (Istanbul)"So weit ist es gekommen"
"Was für eine Schande"
Donnerstag, 19. November 2009
ZYPERN PROBLEM - Worin bestehen die Meinungsverschiedenheiten zwischen Griechen und Türken?
Worin bestehen die Meinungsverschiedenheiten?
Dienstag, 10. November 2009
Griechenland: Papandreou ruft in Berlin zum Fall der Mauer auf Zypern auf - Treffen mit H.Clinton in Berlin
Dienstag, 3. November 2009
UN Generalsekretär Ban Ki-moon in Athen
Griechenland / Athen. Am Dienstag wird UN-Generalsekretär Ban Ki-moon
anlässlich der Konferenz zum interreligiösen Dialog in Athen erwartet.
Am Mittwoch wird er am internationalen Forum für Migration und
Entwicklung (GFMD), welches seit dem heutigen Montag in Athen unter der
Federführung des Innenministeriums stattfindet, teilnehmen. Im
Mittelpunkt des Forums stehen die Ursachen für Migration, die
Beziehungen der Migranten zum Arbeitsmarkt sowie die Flüchtlingspolitik
Griechenlands und der EU. Außerdem wird sich der UN-Generalsekretär mit
Premierminister Papandreou zu einem Gespräch über verschiedene Themen
wie den Klimawandel, illegale Migration, Finanzkrise, sowie
Griechenlandinterne Themen wie die Zypernfrage und den Namensstreit
zwischen der früheren Jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM) und
Griechenland beraten. Auf dem Programm steht auch ein gemeinsames Essen
mit Staatspräsident Karolos Papoulias. Zudem wird der
UNO-Generalsekretär das neue Akropolis-Museum besuchen. Am Donnerstag
wird Ki – moon vom Parlamentsvorsitzenden Filippos Petsalnikos im
griechischen Parlament empfangen, wo der UN-Generalsekretär an einer
Plenarsitzung teilnehmen wird.Mittwoch, 28. Oktober 2009
Happy 28th of October to all Greeks - Alles gute zum OCHI TAG (Nein Tag) 28th Oktober 1940
Der Ochi-Tag (griechisch Επέτειος του «'Οχι», Epétios tou Ochi, Jahrestag des „Nein“) wird jährlich in ganz Griechenland am 28. Oktober gefeiert und erinnert an die Ablehnung des von Mussolini am 28. Oktober 1940 an Griechenland gestellten Ultimatums. Der griechische Diktator Ioannis Metaxas verweigerte dessen Annahme angeblich nur mit dem einen Wort „οchi“ (όχι, „Nein“). Metaxas war vom 4. August 1936 bis zum 29. Januar 1941 griechischer Staatschef.
THE METAXAS LINE
Geschichtlicher Hintergrund
Am 7. April 1939 wurde Albanien von den Italienern besetzt. Dies war eine Vorwarnung in Richtung Griechenland. Um sicher zu sein, dass das griechische Volk diese Botschaft verstanden hatte, ließ Mussolini am 15. August 1940 im Hafen der Insel Tinos das Torpedoboot „Elli“ versenken, das dort wegen der Feierlichkeiten am Muttergottestag geankert hatte. Metaxas wollte sein Land im Zweiten Weltkrieg neutral halten und reagierte daher auf diesen Vorfall nicht.Das italienische Ultimatum
Das Ultimatum wurde Metaxas in seinem Haus im Athener Vorort Kifissia um kurz nach drei Uhr morgens durch den italienischen Botschafter Emanuele Grazzi übergeben. Es beinhaltete die Forderungen, dass Griechenland den Achsenmächten erlauben sollte, griechisches Territorium zu betreten und nicht näher spezifizierte „strategisch wichtige Punkte“ zu besetzen, eine Ablehnung dieser Forderung würde mit Krieg beantwortet werden. Metaxas habe dieses Ultimatum der Legende nach mit einem schlichten „Nein“ (όχι, ochi) beantwortet. Wie Grazzi in seinen Erinnerungen schreibt, lautete die wörtliche, auf Französisch formulierte Antwort Metaxas' in Wirklichkeit jedoch „Alors, c'est la guerre“ („Nun, dann ist Krieg“).[1] Grazzi erwiderte daraufhin „Pas nécessaire, mon excellence“ („Nicht notwendigerweise, Exzellenz“), woraufhin Metaxas entgegnete „Non, c'est nécessaire“ (etwa: „Doch, es ist notwendig“). Als Antwort auf Metaxas Ablehnung marschierten italienische Truppen von Albanien aus - einem damals italienischen "Protektorat" - schon um 5:30 Uhr in Nordgriechenland ein. Damit war Griechenland als kriegführende Partei in den Zweiten Weltkrieg eingetreten. Am Vormittag des 28. Oktober gingen große Teile der griechische Bevölkerung ungeachtet der eigenen politischen Orientierung auf die Straße, um ihren Protest gegen den italienischen Einmarsch mit "Ochi, ochi"-Rufen zu bekunden.Folgen und Bedeutung
Die kleine griechische Armee schlug im Pindos-Gebirge den zwar zahlenmäßig weit überlegenen, aber schlecht organisierten und unmotivierten Gegner zurück und marschierte bis zum Nord-Epirus (Süd-Albanien). Daraufhin musste Hitler seinem schmachvoll zurückgeschlagenen Verbündeten Mussolini zu Hilfe kommen, um die Lage auf dem Balkan im Sinne der Achsenmächte unter Kontrolle zu bekommen. Die Besatzung Griechenlands durch die deutsche Armee begann im April 1941 im Norden des Landes als Balkanfeldzug und endete im Mai 1941 mit der Eroberung Kretas. Der geplante Überfall auf Russland ("Unternehmen Barbarossa") verzögerte sich dadurch und rückte jahreszeitlich in eine schlechtere Ausgangsposition.Der Jahrestag
Während des Krieges wurde von Gemeinschaften griechischer Auswanderer in der ganzen Welt jährlich am 28. Oktober des Jahrestags des "Ochi" gedacht. In Griechenland selbst wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Jahrestag zum öffentlichen Feiertag erklärt. Er ist nach dem 25. März, der an die Befreiung Griechenlands von der osmanischen Herrschaft erinnert, der zweitwichtigste Nationalfeiertag. Üblicherweise werden Militärparaden und Studentenumzüge organisiert, alle öffentlichen Gebäude werden mit griechischen Flaggen geschmückt.Freitag, 23. Oktober 2009
ALEXANDER DER GROßE - AUSSTELLUNG MANNHEIM
"Offizielle Website über die Ausstellung", hier klicken: alexander-der-grosse-2009.de
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Für die Forschung war er Grieche
Streit um Alexander den Großen
In dem seit fast zwei Jahrzehnten erbittert geführten Streit zwischen Mazedonien und Griechenland um den "nationalen" Charakter von Alexander dem Großen steht die Wissenschaft auf griechischer Seite. "Alexander ist eher ein Grieche und auf keinen Fall ein Vorfahr der heutigen slawischen Mazedonier", sagte der Leiter der Reiss-Engelhorn-Museen, Alfried Wieczorek, in Mannheim. In seinem Museum läuft zurzeit die Ausstellung "Alexander der Große und die Öffnung der Welt", die sich mit dem antiken Herrscher (356-323 v. Chr.) und seiner Zeit befasst.Mazedonier und Griechen einst verwandt
Die heutigen Mazedonier beanspruchen jedoch das Erbe von Alexander. Sie wollen dessen Symbole ("Stern von Vergina") für ihr Staatswappen nutzen. Sie haben den Flughafen in der Hauptstadt Skopje nach ihm benannt und planen ein mehrere Millionen Euro teures Reiterstandbild Alexanders im Zentrum. "Neueste Forschungen haben noch einmal ganz klar ergeben, dass die Mazedonier zur Zeit Alexanders und die damaligen Griechen eng verwandt waren", sieht Museumsdirektor Wieczorek den Streit entschieden. "Im Altertum konnten sich Griechen und Mazedonier gut verständigen, weil sie dieselbe Sprache sprachen", nannte Wieczorek ein weiteres Argument.Griechenland will nicht zulassen, dass der Nachbarstaat den Namen Mazedonien überhaupt nutzt. Athen behauptet, Mazedonien dürfe sich aus historischen Gründen nur seine nördliche Provinz nennen. Der Staat Mazedonien hatte sich nach dem Zerfall Jugoslawiens im Jahr 1991 gebildet. Die Bevölkerung von zwei Millionen wird zu einem Viertel von Albanern und zu drei Vierteln von slawischen Mazedoniern gebildet, deren Vorfahren lange nach dem Tod von Alexander dem Großen ab dem 6. Jahrhundert in diese Region einwanderten.
Erfolglose UN-Vermittlung
Griechenland blockiert wegen des Namensstreits die weitere Annäherung Mazedoniens an Brüssel, obwohl das Land schon seit 2005 Beitrittskandidat ist. Im letzten Jahr war eine Mitgliedschaft Mazedoniens in der NATO am Einspruch Athens gescheitert. Seit vielen Jahren vermitteln die Vereinten Nationen erfolglos zwischen diesen beiden Staaten.Quelle: n-tv dpa
Sonntag, 18. Oktober 2009
TÜRKEI - Wird es je ein Beitritt geben ? NEIN !!!
Ein türkischer EU-Beitritt ist auf absehbare Zeit undenkbar. Dennoch ist es richtig, so lange wie möglich weiterhin darüber zu verhandeln.
Wir müssen ab und zu aus dem Strom der Zeitläufte ans Ufer klettern, um festzustellen, dass alles im Fluss ist“, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davuto?lu jüngst in Brüssel. Das trifft zweifellos auf sein Land zu, das sich in rechtlicher und gesellschaftlicher Sicht Westeuropa nähert. Es gibt heute mehrere Behörden, die sich dem Schutz der Bürgerrechte widmen, der berüchtigte Paragraf 301 des Strafgesetzbuches wird nicht mehr verwendet, um jede Meinungsäußerung niederzubügeln, und zaghaft, aber doch wird die unbotmäßige Macht der Generäle eingedämmt. „Es gibt eine zunehmend offene und freie Debatte in der türkischen Gesellschaft“, hält die EU-Kommission fest.
Niemand glaubt ernsthaft, dass die Türkei in absehbarer Zeit ein EU-Mitglied wird – weder in Brüssel noch in Ankara. Doch solange diese Verhandlungen Reformen in der Türkei bewirken, sollte die EU sie fortsetzen. Im eigenen Interesse – und im Interesse der Bürger eines ihrer wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Partner.
quelle: Oliver Grimm - Die Presse
Dienstag, 13. Oktober 2009
Enzyklopädie - FYROM-Skopje zieht nach Proteste der EU das Propagandawerk zurück zurück
Federführend bei der Erstellung dieses Werks war der als bekannte Skopjanische Geschichtsfälscher Blaze Ristovski. Blaze Ristovski der angeblich gemeinsam mit 260 Experten deren Namen bis jetzt noch niemand so genau bekannt sind, führte dieses von der Regierung finanzierte Projekt durch.
Der FYROM-Skopjanische Ministerpräsident Nikola Gruevski begrüßte die Veröffentlichung dieses Werkes und triebt damit gleichzeitig den in FYROM ausgebreiteten Nationalismus und die damit zusammenhängende Geschichtspropaganda auf einer neue Ebene. Proteste
Die EU reagierte mit großer Empörung gegenüber dieser Enzyklopädie. Die Proteste gingen soweit, vor-allem durch England, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Griechenland, und Albanien, das man die "Fake" Enzyklopädie hat zurückziehen müssen.
Man werde nicht zulassen Antiker Hellenischer Kultur aber auch wie die Albaner in dieser Enzyklopädie behandelt und beschrieben werden einfach zu verfälschen und den Menschen somit ein Falsches Zeugnis zu Präsentieren.
Umstrittener Inhalt der Enzyklopädie sei die Beschreibung und Festhaltung das Albaner als Kriminelle und Gewalttätige Menschen gelten die mit ihrer Aggression sich gewalttätig ein teil Skopjes geholt hätten in dem sie heute leben, deswegen nur bestehe die Bevölkerung FYROMS ca. 40% aus Albanern
Ein weitere völlig aus der Luft gegriffene Behauptung sein das der bekannte Hellenische König "Alexander der Große" Slawe gewesen sei. Das allein wahrscheinlich wirkte gegenüber der EU so lächerlich das mit solche Behauptungen wahre Lawinen von Protesten ausgelöst worden waren,... den schließlich gab es um 300 Vor Christi Geburt keine Slawen auf dem Balkan
Medwedew gratuliert PASOK zum Wahlsieg in Griechenland
MOSKAU, Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat dem Sozialistenchef Georgios Papandreou und der von ihm geführten Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (PASOK) zum Sieg bei der jüngsten Parlamentswahl in Griechenland gratuliert."Wir wissen Ihren persönlichen Beitrag zur Festigung der traditionellen Freundschaftsbeziehungen zwischen Russland und Griechenland zu schätzen, die sich in den letzten Jahren in allen Richtungen dynamisch entwickeln", zietierte die Pressestelle des Kremls am Montag aus Medwedews Telegramm.
Der russische Präsident bezeichnete Griechenland als einen strategischen Partner, der mit Russland durch jahrelange historische und kulturelle Beziehungen verbunden ist. "Ich bin überzeugt, dass wir mit gemeinsamen Anstrengungen schaffen können, die allseitige russisch-griechische Zusammenarbeit weiter zu vertiefen." Das werde zur Festigung der Stabilität und Sicherheit in Europa und in der ganzen Welt beitragen, heißt es in dem Schreiben.
quelle: RiaNovosti







