Mittwoch, 26. Oktober 2011

DIE TÜRKEI UND ERDOGANS POLITIK ISOLIEREN SICH GEGENÜBER DEN WESTEN IMMER MEHR


Ankaras Pläne und Blick auf ihre angebliche Militärmacht lässt das Verhalten des Landes Neo Osmanisch erscheinen.

Die jüngste Welle türkischer Militäraktionen gegen die Kurden im Nordirak ist ein Zeichen dafür, dass die türkische Außenpolitik zwar etwas überraschend ,aber nicht gänzlich unabsehbar in weniger als zwei Jahren eine 180' Grad-Wende vollführt hat. Außerdem ist die türkische Offensive auch ein Hinweis darauf, dass diese Veränderungen über die gegenwärtigen Spannungen zwischen der Türkei ,Griechenland/Zypern und Israel hinausgehen, die nur eine Facette einer viel tiefer greifenden Entwicklung darstellen. 

Nachdem die Europäische Union der Türkei die Tür vor der Nase zugeknallt hatte  trotz einiger umfassender Reformen im Militär- und Justizbereich durch die Gerechtigkeits und Entwicklungspartei (AKP) - richtete das Land seine Politik erst vor ein paar Jahren neu aus. Man wandte sich von Europa ab und widmete sich der unmittelbaren Nachbarschaft in der Region. Der neue Ansatz des türkischen Außenministers Ahmet Davutoglu „Null Konflikte mit den Nachbarn“ verlieh dieser Neuausrichtung das strategische und theoretische Fundament.

Durch die Türkische Aggressionspolitik funktioniere die gute Nachbarschaft-Politik nicht.


Die Türkei schlug (man könnte auch Täuschungsmanöver dazu sagen) ein neues, Kapitel in ihrer Außenpolitik auf. Es kam zu einer "angeblichen" Annäherung an Armenien, man schwächte seine Position gegenüber Zypern und vor-allem durch die tägliche Luftraumverletzungen die durch Türkische Kampfflieger verursacht werden gegenüber Griechenland ab. Parallel versuchte die Türkei den Iran in einen positiven Dialog mit dem Westen einzubinden, überzeugte Syrien, den schlummernden Grenzkonflikt zwischen den beiden Ländern zu lösen und initiierte als krönenden Abschluss ,nachezu lächerliche Friedensgespräche zwischen Syrien und Israel unter türkischer Vermittlung.

Allerdings funktionierte diese Politik der guten Nachbarschaft nicht wie geplant. Die Annäherung an Armenien enttarnte sich als Reinfall,den ein wirkliches Interesse gab es von seite der Türken nie,  mit Zypern wurde kein nennenswerter Fortschritt erzielt, vor allem, nachdem in der Türkischen Republik Nordzypern (die nur von der Türkei anerkannt wird) ein wenig gefälliger Präsident an die Macht kam.

Jahrelange Türkisch-Israelische Zusammenarbeit endete


Die Öffnung gegenüber dem Iran bewirkte keinerlei Abschwächung der harten Haltung der Mullahs hinsichtlich der atomaren Entwicklung (und belastete die Beziehungen zu den USA); die Gespräche zwischen Syrien und Israel scheiterten, und die Beteiligung der Türkei an der Hilfsflotte für Gaza im Jahr 2010 sowie Israels  Reaktion darauf signalisierten das Ende einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit zwischen Israel und der Türkei. Und zu allem Überfluss erwies sich Syriens Präsident Bashar al-Assad, vorgeblich als eine art neuer Verbündeter der Türkei,

Erdogans Drohung grenzt schon an Säbelrasseln

Erdogans politische Neuausrichtung gegenüber Israel und Zypern kann als Versuch gewertet werden, nicht nur den traditionellen arabischen Argwohn gegenüber der Türkei aufgrund ihrer imperialen Vergangenheit zu überwinden, sondern auch eine gemäßigtere islamische Alternative zum theokratischen Iran und seinem unberechenbaren Präsidenten zu präsentieren.
Aber Erdogans Lächerliche Drohungen, den Einsatz der türkischen Marine als Militäreskorte für weitere Gaza Hilfsflotten zu erwägen, grenzt schon an Säbelrasseln. Ebenso wie auch seine erklärte Bereitschaft, die Republik Zypern mit Gewalt von Gasbohrungen vor ihrer eigenen Küste abhalten zu wollen. Tatsächlich warnte Erdogan vor einem diplomatischen Bruch mit der EU, sollte Zypern turnusmäßig die EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2012 übernehmen. 
Alles nur lauter Geschrei,.. den wurde Erdogan zu Gewalt greifen so würde er zugleich den Countdown für das ende der Türkei einläuten.
Die Türkei hat oder sollte in der Region eine wichtige Rolle spielen. Sie könnte als Brücke zwischen West und Ost fungieren. Aber sie kann es nicht oder will es nicht. Sie Erliegt viel mehr der Arroganz der Macht durch die in der Vergangenheit schon viele starke Staaten beschädigt und ins Abseits gedrängt wurden.
Es wäre keine Überraschung wenn aus der Türkei ein zweites Jugoslawien wird.